Mittwoch war ich abends mit meinen Eltern auf dem Rehmer Markt. Früher die örtliche Kirmess schlechthin. Ich war jetzt so 3 oder 4 Jahre nicht dort, meine Eltern noch länger nicht. Wir waren doch etwas enttäuscht. Sauf- und Fressbuden ohne Ende, 1 Kinderkarrussel, 1 Fahrgeschäft für die Teens, 1 Ponyführen und die üblichen Kleiderverkaufsstände mit T-Shirts, Kleidchen, Taschen usw. Meine heißgeliebten gebrannten Mandeln sollten für 300 Gramm 6 Euro kosten *hüstel* Ein Stand hatte die dann für 5 Euro, da hab ich gekauft… Bratwurst haben wir noch gegessen und Eltern kauften sich Tulpenzwiebeln, und wieder ab nach Hause. Sehr enttäuschend…

Leider ging Svandis Samstag und Sonntag mit den Klebe-Schuhen ja nicht so gut wie mit ihren „Schlappen“. Die veränderte Hufstellung und das die „Glue on“ (Hippo Blue) härter als die Easyboot RX sind… Wenn man mit ihr spazieren geht und sie sich einläuft, dann geht es. Aber gut ist halt anders. Da sie hinten noch nicht „beklebt“ ist, hat sie im Stall die Easyboot an, damit die Hufe im Stall nicht zu dreckig werden und wir Dienstag wieder so viel abschleifen müssen. Mit den Easyboots geht sie momentan aber nicht so gut. Sonntagfrüh zum Spazieren habe ich die Schuhe hinten mal ausgezogen – da trat sie gleich besser *grübel* Trotzdem bekam sie die Schuh wieder an.
Mit Björt bin ich Sonntagfrüh eine fixe Runde oben im Wald geritten. Hatte zwar Sattel, aber gebißlos. Björt durfte sozusagen Tempo und Richtung vorgeben. Bis in den Wald war das auch alles sehr entspannt, und dann *klick* „Ich geh denn mal“. Da hätte kein Spaziergänger im Weg stehen dürfen. Aber wir waren allein im Wald. Hat schon Spass gemacht uns beiden.
Wenigstens sind meine Kopfweh im Wald etwas weggepustet. Um 11.30 Uhr waren Björt und ich wieder dabeim. Knapp 40 Minuten – wenn überhaupt – waren wir unterwegs.

Gegen halb drei kam Kirsten. Hat sich dann Björt fertig gemacht – der schadet das nicht ausnahmsweise mal 2 mal am Tag zu gehen. Ist ja nicht immer. Kirsten wollte (und ist) mit Björt zu sich heim geritten. Hat wohl auch gut geklappt.
Anke kam dann so kurz nach drei und hat bei Svandis erst wieder die Bioresonaz durchlaufen lassen und anschließend die sogenannten „vorzüglichen Punkte“ bearbeitet. Damit alle wichtigen Meridiane mal wieder angeschubst werden und Madame ans Laufen kommt. Hoffentlich bringt das wieder einen kleinen Schubs nach vorn.
Als Kirsten wieder kam, waren wir fast fertig mit der APM. Björt war patsche nass, denn sie wollte und hat wohl ordentlich Gas gegeben.

Leider konnte Kirsten nicht mit Kuchen essen, denn ihre Männer wollten mit ihr grillen…
Anke und ich haben aber noch Pflaumenkuchen gefuttert, und gegen 19.15 Uhr ist Anke wieder heim gefahren.

Samstagfrüh ging Svandis im Paddock sehr unwillig.
Mein Vater und ich sind Hänger gucken gefahren nach Arolsen zu Schmidt Fahrzeugbau. Schicke Teile – gut verabreitet… gefiel mir der Kleinpferdehänger. Preislich viel interessanter als der Böckmann, den wir uns im Mai ansahen. Aber natürlich gibt es noch günstigere Angebote… hmmm…
Wieder daheim ( ca 12 Uhr) eine Kleinigkeit essen und dann Pferde versorgen. Svandis nicht so munter drauf wie die letzten Tage.
Von 14 Uhr bis 18 Uhr waren wir dann unterwegs. Erst in der Kirche 45 Minuten der Einschulungsgottesdienst meines Neffen. Anschließend waren wir noch bei meinem Bruder daheim und haben im Garten gesessen… Dann zu meiner Tante, dort gab es dann aber auch noch Abendessen… Kurz nach 18 Uhr hier.
Ich musste erstmal Kopfschmerzmittel nehmen und lag daher bis kurz vor sieben.

Dann mit Svandis um die Heuwiese gelaufen. Wenn sie sich eingelaufen hat, geht es. Aber so allein im Paddock gefällt es mir gar nicht.
Mit Björt bin ich auch um die Heuwiese geritten und noch ein Schleifchen über den Stoppelacker… Kleine Rennmaus.

Eigentlich sollte ein „Faultag“ sein, da wir von Donnerstag alle total fertig waren. Ich habe mich noch aufgerafft und bei Thomas angerufen. Gegen 18 Uhr war er da.
Den Hufzustand vor dem Bearbeiten fand er dann auch nicht toll, obwohl erst 5 Wochen seit dem letzten Schneiden vergangen waren. Es wurde also wieder geflext und geschnitten. Die Hinterhufe sind „fast durch“ – das Horn ist total hart nachgewachsen, die weiße Linie ist wieder normal breit und nicht mehr in Lamellen gefächert. Wenn wir vorn doch auch schon so weit wären.
Vorn war es echt wieder extrem, und Thomas traute sich nicht so arg viel wegzunehmen. Ging aber auch gar nicht. Ohne Schuhe wollte Svandis kaum stehen, so das ich ihr von immer einen Schuh anließ, wenn wir den anderen Fuß bearbeiteten. Als die Hufe wieder in Form waren und die Stellung etwas steiler, haben wir die Kunststoffsohlen angepasst und zugeschnitten. Die Klebekragen an die Sohlen geschweißt (mit Heißluftpistole). Die mitgelieferte „Bastelanleitung“ ist echt prima und als wir den Dreh raus hatten, klappte das schneiden und verschweißen prima. Auch das Ankleben an die Hufe ging erstaunlich schnell und der Kleber haftet wie wild. Etwas lief an der Sohle herab auf die Steine – beinahe wäre Svandis festgeklebt. Beim Huf hochnehmen hob sich der Stein etwas an, bevor es ‚plopp‘ machte und der Huf vom Stein getrennt wurde. Ich mischte dann noch etwas „Hoof it“ dieses Kunsthorn der Firma die auch die Klebeschuhe verkauft an. Das haben wir in die Zwischenräume gespritzt, damit kein Schmutz eindringen kann.
Der Probelauf nach dem Aushärten der Kleber war recht gut. Sie ging nicht ganz so gut wie mit den weichen Therapieschuhen, aber nicht so grottenschlecht wie ohne Hufschutz.
Hinten haben wir nicht mehr zugeschnitten und geklebt. Da es das erste Mal war, das wir damit gearbeitet haben und wir uns da erst reinfuchsen mussten, war es kurz nach 20 Uhr als Thomas wieder heim fuhr. Dienstag haben wir uns für die Hinterhufe vorgenommen. So kann sie sich auch vorn erstmal an die veränderte Hufstellung und das andere Laufen gewöhnen.

Wie im Internet beschrieben „trabt munter sofort los“ — nein, das ist nicht Svandis.
Tritt besser als ohne Hufschutz, JA
Tritt gleich gut wie mit Therapieschuh NEIN

Ich hab mir frei genommen in der Klinik, Überstunden abbauen.
Und daheim stand das Heu auf dem Programm. Gleich früh morgens – es war schon fast zu warm – habe ich das letzte Heu von 2008 komplett vom Dachboden geworfen. Sind noch so ca. 50 Bund die Björt und Svandis vertilgen können.
Morgens um 10 Uhr angefangen zu Schwaden. Danach wurde eine keine Mittagspause eingelegt. Um 13.30 Uhr fingen wir dann das pressen an. Es hat sehr gut geklappt. Die alte „Fahr“ Presse macht noch immer schöne Bunde. Da nicht wirklich viel Gras nachgewachsen war, bzw. alles sehr kurz war, sind „nur“ 184 Bund von der Wiese gekommen. Aber egal – wir haben sowieso genug.
Um 16 Uhr kam Kirsten, und wir haben noch alle Bunde auf unserem Heuboden verstauen können. Hat alles prima geklappt.
Die Hitze von über 30 Grad am Nachmittag auf der Heuwiese und gefühlte Sauna auf dem Dachboden hat uns alle ziemlich fertig gemacht.
Aber schön, das auch das nun gut über die Bühne gegangen ist.