Nach einer Pferdetechnisch eher mauen Woche (vom Regen weggespült) stand für heute früh der Hufkorrekturtermin auf dem Plan. Natürlich setzte pünktlich der tägliche Dauerregen ein.
Kurz nach halb neun bin ich zu den Pferden. Beide Ferkel mussten arg sauber gemacht werden. Gegen 9 Uhr kam auch schon Thomas. Wir haben Svandis so gestellt, das wir noch teilweise unter dem Carportdach standen und somit halbwegs trocken blieben. Zuerst kamen beide Vorderfüße an die Reihe – „Warst du aber mutig, so viel wegzuschneiden von der Zehe“ – aber er gab mir recht, das es besser war. Der Schmadder muss weg und sie lief ja wirklich besser mit kurzer Zehe. Nur sah es halt total unschön aus. Die Hufsohlen hatte ich so gelassen, wie sie unter den Klebesohlen gewachsen waren. An die Hufsohle gehe ich nicht heran. Das hat Thomas begradigt und dann wieder mit der Flex die Hufwände schön gemacht. Svandis lässt es sich auch gefallen, wenn man die Hufsohle mit der Flex noch einmal glatt schleift. Der ganze Klebstoffrest und das restliche Kunsthorn haben wir somit von der Hufwand weggeschmurgelt. Vorn, wo es vor 9 Wochen noch so aussah als ob sich Sohle und Hufwand voneinander trennen, ist alles schön zusammengewachsen und die weiße Linie ist wieder normal schmal. Natürlich sind einige Schmadderstellen sichtbar geworden, doch da wir nicht neu geklebt haben, wird das nun auch fix ausheilen.
An den Hinterhufen hatte ich nur die Klebeschuhe abgenommen. Nichts weiter „vorgearbeitet“. Als erstes wurde die Hufwand geflext und dann die Sohle. So konnte man gucken, wie die weiße Linie verläuft und so hat Thomas dann die Hinterhufzehen drastisch eingekürzt. Bestimmt fast 1,5 cm weg, vielleicht noch mehr. Hinten rechts hatten wir beim 1ten Kleben ja schon ein Loch in der Hufwand mit Kunsthorn gekittet. Das war nun weiter runtergewachsen und eben auch wieder offen, da das gefüllte Horn beim Klebelaschen abmachen mit rausbrach. Also wieder Kunsthorn in das gesäuberte, gereinigte, entfettete Loch gefüllt. In der kurzen Zeit die das neue Kunsthorn braucht um auszuhärten haben wir alte und neue Klebesohlen verglichen. Die neu besorgten 12 mm weichen Gummisohlen für Svandis fand Thomas auch zu dick, in den Therapieschuhen habe ich 3mm Neopreneinlage (war dabei, bei der Bestellung) Thomas meint die 3mm könnten schon reichen, mal gucken wie die Gummisohlen in 6mm aussehen.
Als das Kunsthorn ausgehärtet war, musste Svandis ohne Schuhe probelaufen. Zunächst trat sie vorsichtig und dann recht gut. Aber dann mit Therapieschuhen vorn (hinten muss ich die Schuhe kleben) ging sie dann total super.
In 2 – 3 Wochen dann nochmal Kontrolle und wahrscheinlich Kunststoffsohlen mit Dämmung drunter kleben.

Montag habe ich Svandis ja die Glue On Shoes abgenommen. Danach trat sie in den Easyboot-Therapie Schuhen wieder recht anständig zu. Dienstag und Mittwoch entdeckte ich im Lichtschein erst hinten und dann auch vorn Schmadderstellen. Mittwoch habe ich beherzt die Hufzange angesetzt und die Zehen vorn weggeschnitten. Alles was porös war und nach Schmadder aussah kam weg. Seitdem hat sie zwar keine schöne Füße mehr, aber sie tritt besser. Der Hufpfelger zum Hufe aufhübsche ist auch wieder bestellt.
Freitag machte ich um 12 Uhr Feierabend. Erst wollte ich einkaufen, doch ich überlegte es mir anders. Bin heim und nach dem Mittagessen habe ich Svandis gewaschen. Von oben bis unten – so richtig mit Shampoo. Und weil ich mit Eimer nicht weiter kam, nahm ich doch den Gartenschlauch – auch wenn das dann kaltes Wasser war. Da kam vielleicht eine Jauche runter. Ekelig. Nach dem Waschen habe ich Svandis in der Sonne „abgezogen“ also mit dem Schweißmesser das Wasser rausgequetscht und dann habe ich sie in ihre große Fleece-Abschwitzdecke eingewickelt. Bin mit ihr hin und her gelaufen. Dann habe ich sie im Paddock in die Sonne gestellt und bin mit Björt geritten. Die benahm sich auch ganz fein. Hat Spaß gemacht.
Nach dem abendlichen Füttern der Pferde bin ich nochmal losgefahren und habe die Familien-Wocheneinkauf erledigt.
Samstagmorgens Laub harken, Laub harken und Stall misten und Misthaufen gerade machen. Nach dem mittagessen haben mein Vater und ich einen großen Scheinerfer am Paddock angebracht und alles verkabelt. Nun hab ich auch (nach 12 Jahren) im Paddock Licht beim Abäppeln im Winter. Schon echt prima!!!
Nachdem der Pfahl mit dem Scheinwerfer stand und auch alles funktionierte, bin ich noch ganz schnell ohne Sattel und gebißlos mit Björt die Mini-Runde geritten. Man man – einen Tag so lieb und dann wieder. Aber trotzdem süß.
Obwohl es mir nicht gut ging, bin ich mit Claudia ins Kino. Wir haben Michael Jackson geguckt. Eigentlich wollte ich nicht, aber wenn der große Bruder bittet, tut man ihm den Gefallen schonmal. Unter normalen Umständen hätte ich mich nirgends hinbewegt. Ich fand den Film zu lang und zu laut. Claudia sagte, es sei nicht so laut gewesen. Also lag es an mir. Wenn es nicht so laut gewesen wäre, wäre ich glatt eingeschlafen. Der Film ist auf Englisch mit deutschen Untertiteln, zuhören konnte ich auch mit geschlossenen Augen. Die letzte halbe Stunde zog sich wie Kaugummi.
Schlag den Raab habe ich auch nicht gesehen. Als ich daheim war, nur noch Schmerzmittel genommen und ab ins Bett.
Heute ging es mir nicht viel besser. Kreislauf kurz vor weg und ein Kopf der platzen wollte. Meine Eltern sind nach Brockum zum Markt gefahren www.brockumer-grossmarkt.de/pages/programm.html
Da fahren wir fast jedes Jahr hin und ich wollte auch mit – doch es ging einfach nicht. Bis ca 13 Uhr ging gar nichts. Dann habe ich die Ponys geputzt und die Hufe gesäubert und desinfiziert. Sogar Björt habe ich den Strahl einsprühen können. Sie hat nicht mal gezuckt, sonst springt sie bei Sprühflasche im Quardrat. Wir haben dann in den Hänger einsteigen geübt… Äh, nein, ich machte die Klappe auf und beide wollten rein. Da gibts ja immer Leckerchen drin. 2 mal haben wir das geübt. Keine Schwierigkeiten. Ich bin mit Svandis und Björt um unsere Heuwiese gelaufen (Svandis ohne Schuhe) und meine Pflegefall trat fast klar zu. Auf dem Hof trat sie sogar noch besser zu als auf der Wiese. Im Stall habe ich ihr natürlich die weichen Schuhe wieder übergezogen. Bin dann mit Björt wieder die Hausrunde geritten. Sie war heute auch wieder ganz fein. Total lieb.
Ich war gerade wieder daheim mit Björt, da kam mein Bruder. Wollte mal unsere Eltern besuchen. Aber die waren ja nicht da. Weil es schön windig war, und mein Bruder den Lenkdrachen unseres Vaters (bzw. von Tim) entdeckte, hat er erstmal bißchen Drachen steigen lassen. Meine Eltern kamen so halb sechs wieder. Da war mein Bruder aber schon weg.
Nach dem abendlichen Füttern habe ich mich nur noch auf mein Sofa gelegt. Total fertig.

Eine knappe Stunde habe ich gebraucht. Wenn man das Verarzten des Daumens mitrechnet etwas länger.
Plastiks mit Aceton eingeweicht und mit flacher Messerschneide abgeschabt. Wenn das Plastik gut eingeweicht war, ging es recht leicht ab. Aber einmal bin ich eben doch abgerutscht und voll in die Kuppe vom Daumen. So richtig tief. Bißchen viel Blut. Nah am Aderlass. 4 Pflaster später (immer durchgeweicht) waren die Kunststoffis ab von den Füßen.
Hätte mir das Ergebins nach 8-9 Wochen (vorn 20.8 / hinten 27.8.) schlimmer vorgestellt.

Svandis bekam wieder die weichen Therapieschuhe über und der Probelauf damit gefiel mir sehr gut. Allerdings sind die Füße für die „großen“ Therapieschuh zu klein und für die Kleinen fast zu groß. Geht aber, bis wir wieder die Füße bearbeiten bestimmt erstmal so.
Svandis sah zufrieden aus.

Samstagfrüh wie immer um 6 Uhr aufgestanden. Als ob man arbeiten müsste. Pferde versorgt. Anschließend Kaffee gekocht, als ich an mir schnupperte festgestellt, das ich das Marion und Martin nicht so zumuten kann. Also noch fix in die Dusche und so gegen 7.30 Uhr bin ich losgefahren. War das eine Gurkerei. Nur Schnarchnasen unterwegs. Die hatten alle nicht ausgeschlafen. Und was machen überhaupt so viele LKWs auf Landstraßen? Dann auch noch UMLEITUNGEN. Die Schlimmste in Eschershausen. Da ging gar nichts mehr und man wurde komplett über Stadtoldendorf umgeleitet. Eine Tucht dahinten. Orte wie „Ameise“… oder hieß das Kaff Amelse??, Naja von der Größe her war es eine Ameise. Noch nie gehört. Und schön zu fahren war die Strecke auch nicht wirklich. Zudem noch Nebel mit Sichtweiten teilweise unter 50 Meter. Irgendwann war ich endlich in Göttingen. Beim Bäcker noch Frühstücksbrötchen eingepackt und der letzte Kilometer ging dann ausnahmsweise recht fix. Brötchen waren noch warm, als ich in die Wohnung kam.
Nach dem Frühstück sind Marion und ich nach Northeim zum Tierheim. Haben dort überschüssiges Hundespielzeug, Vogelzubehör und eine alte Hundetransportbox abgegeben. Auf dem Rückweg haben wir an einem großen Baggerteich angehalten und sind dort gut eine Stunde spazieren gegangen. War schön da. Auch das Wetter war gut. Zwar windig, aber trocken und nicht so arg kalt. Später am Nachmittag waren wir noch im Kaufpark – das ist sowas wie der WerrePark nur kleiner. Martin musste noch bei REWE und OBI was einkaufen und wir Mädels haben so gestöbert. Aber nichts wirklich Nettes gefunden. Das übliche Eis musste wieder sein, denn in der Eisdiele im Kaufpark schmeckt es einfach toll.
Abends auf 19 Uhr hatten wir einen Tisch beim Chinesen reserviert. Hmmm – das war lecker – Buffet essen für 12.90 Euro. Ich finde das geht. Man waren wir pappsatt danach. Wieder daheim noch etwas TV geschaut. Eigentlich wollten wir in Martins Geburtstag hineinfeiern – jedoch fielen uns die Augen zu. So sind wir dann doch 23.50Uhr in die Betten verschwunden, statt noch 10 Minuten krampfhaft wach zu bleiben.
Sonntagfrüh war ich wie immer gegen 6 Uhr (alte Zeit) wach. Um 9 Uhr (Winterzeit) bin ich aufgestanden. Konnte nicht mehr liegen. Habe Kaffee gekocht, für Marion Tee, und habe den Frühstückstisch gedeckt. Marion hat dann fix Brötchen geholt und Martin ist auch aufgestanden. Dem jungen Mann wurde gleich doll gratuliert und nach einem gemütlichen Frühstück sind wir dann mit Magni spazieren gegangen. Ca 2 Stunden. Der Schäferhund Sammy (16) schafft so lange Spaziergänge nicht mehr. Der blieb auch gern freiwillig daheim. Hatt vorher etwas im Garten getobt.
Gegen 15 Uhr fingen wir an Waffeln zu backen, Kaffeetisch decken usw. Gegen halb vier kamen die Gäste und es gab lecker Kaffee, Kuchen, Waffeln. Zwanzig vor fünf machte ich mich auf, Richtung Heimat. 19.05 Uhr war ich in der Garage.
Umleitungen, Sonntagsfahrer – FURCHTBAR!
Trotzdem Schönes Wochenende gewesen!

Heute war ich so um 16 Uhr dabeim. Habe mich gleich umgezogen und ab zu den Pferden. Björt fertig gemacht, Hufschuh und Sattel und Sidepull. Wollte mal wieder gebißlos probieren, obwohl sie die letzten Male im Wald so abdrehte. Bin mit ihr die Rütli-Runde gegangen. Es war eine super entspannte Runde im Schritt. Björt ging am langen Zügel und reagierte fein, wenn ich sie stimmlich zurückhielt. Ab und zu wollte sie das Tempo anziehen, aber leichtes „laaangsam“ und sie ging wieder schön Schritt. War toll.
Mit Svandis bin ich dann auf dem Feldweg bis zu unserem Wald und zurück gelaufen. Sie schwitzte ziemlich arg danach. Obwohl das echt nicht weit ist.
Doch bei dem vielen Winterfell, das Bjröt und Svandis jetzt schon haben, und plötzlich ist es wieder so warm. Da mussten beide ordentlich schwitzen wegen der Arbeit.