Heute früh hatte ich mal wieder elende Kopfweh. Habe etwas im Stall sauber gemacht, damit neues Heu nach unten konnte. Dann bin ich beauftragt worden, nach Bad Salzuflen zu fahren um dort beim Wohnwagenhändler neue „Bremsbacken“ für die Anti-Schlingerkupplung des Wohnwagen zu kaufen und wo ich schon mal da bin, sollte ich mir für den Pferdehänger ein Diebstahlschloss und eine Deichselabdeckung kaufen. Habe auch alles bekommen. Und weil der Wohnwagenhändler fast um die Ecke beim Raiffeisenmarkt ist, habe ich dort auch angehalten und mir noch Gummi-Schlupf-Schuh gekauft und Pferdelecker und Hundelecker…
Nach dem Mittagessen bin ich dann trotz massivem Kopfdröhnen raus. Svandis Verband abgenommen – der Hufballen heilt schön ab. Etwas ohne Schutz stehen lassen, gefiel ihr nicht. Ich habe schnell den Stall gemistet und den Misthaufen plattgetreten. Dann Svandis wieder einen Verband angelegt und die Vorderhufe in die Schuhe verstaut, geht sie wieder besser – aber noch immer nicht gut. Mit Björt bin ich dann geritten. Sind etwas nass geworden, aber okay, kann ich mit leben. Hatte meine Regenjacke an, von daher war der Regen auch egal. Allerdings war Björt etwas schreckhaft. Als einmal eine Windböe meine Regenjacke erwischte und es flatterte, da erschrak Björt furchtbar, rannte ein paar Meter, blieb dann wie angewurzelt stehen. Ging weiter, um sich bei Flatterplane auf Strohballen erneut zu erschrecken – dort ist sie aber dran vorbeigegangen ohne zu rennen. War trotz Regen und Sturm doch schön der Ausritt. Das Gewitter beim abendlichen Füttern hätte sich der Wettergott auch sparen können.
Autor: Birgit
New Moon
Freitag – bis 17 Uhr arbeiten – Danach Pferde versorgen… Und plötzlich kam Askja blutend und humpelnd um die Ecke. Hat sich schon wieder eine Kralle eingerissen/ausgerissen. Wie Askja das imer schafft weiß ich nicht. Ich wollte sie gleich schnappen und verbinden, doch sie humpelte zu fix weg – ich musste erst Stallschuh ausziehen – da war Askja in den Keller gelaufen und hatte die Fliesen im Stall/Durchgang zum Haus schon zugesaut. Da ich die Kralle allein nicht ganz raus bekam, habe ich Vater zu Hilfe geholt. Der traute sich, die eingerissene Kralle abzuschneiden. Ich legte einen Verband an. Damit wollte Askja zwar auch nicht zutreten, aber sie blutete nicht mehr die Wohnung voll.
Freitagabend ging es mal wieder ins Kino. Ich wollte den Film nicht gucken, aber meine Freundin schon. Die freute sich sehr auf den Film. „New Moon – Biss zur Mittagsstunde“ Kino war fast ausverkauft und zu 80 % alles Mädels unter dreißig. Eine Handvoll Männer, die wahrscheinlich mitgeschliffen wurden.
Ach was Schmalz. Was langatmig – und überhaupt: Was findet alle Welt so toll an diesem Robert Pattinson?? Ich finde den kein bißchen hübsch. Da gefiel mir Taylor Lautner besser – ganz davon abgesehen, das die Schauspieler alles „Kinder“ sind. Was für einen Film über Teens und Twens natürlich okay und gewollt ist.
Ungefährt 30 Mal hätte ich am liebsten gesagt, „nun beiß das Mädel endlich, damit der Film zuende ist“ – aber nee – ist ja ein Vierteiler.
Es ist nicht schade, das ich den ersten Teil nicht kenne – und ganz ehrlich, die noch kommenden 2 Teile möchte ich auch nicht gucken (müssen)
Regenwoche
Letzten Sonntag bin ich am Nachmittag noch mit Björt durchs Dorf geritten. Am Bach lang zurück. Bis auf ihre Bergrennstrecke war Björt ein nettes Pferdchen. Aber weil sie den Berg wieder so stürmen wollte – ich nicht, da ich keine Lust auf Hufschuh fliegen hatte – haben wir uns dabei etwas gestritten haben, durfte sie die „Hausrunde verkehrt herum“ gehen. So waren wir insgesamt knapp eine Stunde unterwegs waren. Hat sogar gepaßt und wir sind nicht nass geworden.
Monatg war das letzte Mal Englisch Kurs bei der VHS. Fiona (unsere Lehrerin) hatte aus dem Army-Shop in Herford Englische Knabbereien mitgebracht, Regina hatte Kekse gebacken und Alexandra hatte Apfelkuchen dabei. Die englischen Küchlein (Schoko-Röllchen und Muffins mit Rosinen/Minz-Füllung) schmeckten für mich gewöhnungsbedürftig. Die Chips waren ok – Cheese and Onion, „Salt“ und „Salz und Essig“… Wobei Salz/Essig für mich ziemlich furchtbar im Geschmack waren. Wir haben Sekt getrunken und auf Englisch „Wer wird Millionär“ gespielt. Wahrscheinlich melden Claudia und ich uns auch wieder für den Februar Kurs an. Fiona ist ganz nett – und es macht auch Spaß… Auch wenn Claudia sagt, ich sei zu „gut“ für den Kurs. Mir kommt es drauf an, das man im Sprechen bleibt und die Vokabeln nicht völlig vergißt. Dafür ist der Kurs nett. Wenn ich „lernen“ wollte, müsste ich noch beim Business-Kurs weiter machen.
Dienstag und Mittwoch bin ich abends im Regen mit Svandis umhergelaufen. Spazieren gehen auf dem Hof geht. Im Paddock allein ohne besondere Motivation noch immer nicht wirklich.
Donnerstag habe ich Björt etwas an der Longe laufen lassen auf dem Hof, aber das hat ihr nicht viel gebracht.
Samstagsarbeit
Heute vormittag haben wir 2 Tannen umgeschubst. Naja – der Vater hatte gestern schon die Äste und alles abgeschnitten, nur 2 m Stamm stehen lassen.
Heute früh also Bodendecker, Efeu und anderes Gelumpe rausreißen, bißchen anbuddeln und dann mit dem Trecker den Reststamm samt Wurzelwerk rausziehen. Zum Glück hatten die Tannen keine Pfahlwurzeln, sondern nur flaches Wurzelgeäst. Davon aber reichlich. Das Efeu und so hatten wir am Vormittag weg und eine Tanne rausgerissen. Um kurz vor 13 Uhr war Mittagspause.
Danach musste ich mit meiner Mutter zu Gärtnerei Schlüter – 1. Adventsausstellung, 2. Geburtstagsgeschenk für Tante kaufen. Kaum betrat ich den Laden, hätte ich lang hinschlagen können. Die Luft da drin, meine noch nicht ganz auskurierte Erkältung… War keine gute Kombination. Weihnachtliches haben wir nicht gekauft, ich war für ein Gesteck das absolut nichts mit Weihnachten zu tun hatte.
Nachdem ich Nachmittags Stall und Paddock und Misthaufen fertig hatte, bin ich noch die Hausrunde mit Björt geritten. Wieder mit Sidepull. Heute war aber nicht so ganz so gut, da Björt das lange Herumlungern doch nicht bekommt. Sie war heute wieder mit Turbo ausgestattet.
Mit Svandis bin ich auch gelaufen. Sie trat aber nicht so gut zu. Unterwegs habe ich ihr die Therapieschuhe auf dem weichen Feldweg ausgezogen. PUH, die Füße müffelten – da konnte was nicht in Ordnung sein – das war gestern noch nicht! Daheim erstmal bei hellem Licht begutachtet. Vorn links der Hufballen aufgeweicht und am müffeln, teil offen. Also da gehen gar keine Hufschuh! Die verursachen ja nur noch mehr Schmerzen!
Ausgewaschen, desinfiziert, Haare drumherum weggeschnitten – rechts auch Haare geschnitten und desinfiziert – da ist aber zum Glück nichts offen. Nachdem links das etwas angetrocknet war, habe ich einen Watteverband angelegt und mit selbstklebender Binde fixiert. Klar ist doof, das sie nun ohne Polster umherlaufen muss, aber wieder einen offenen, blutenden und vereiterten Hufballen wie im Mai (rechts) das brauchen wir nun nicht auch noch links.
Dieses Pferd ist zum verrückt werden.
Grippe
oder doch nur stark erkältet? Wie auch immer. Seit Montag kommt zum Schwindelig sein noch starker Husten und Schnupfen hinzu. Zum Arzt geh ich nur äußerst ungern, also doch ab ins Büro.
Montag aber eher Feierabend gemacht und von 15.30 Uhr bis 18 Uhr geschlafen. Dann fix Pferde versorgen und um 19.30 Uhr zum Englisch Kurs gefahren. War aber keine Bereicherung der Runde…
Heute Abend habe ich Svandis vorn die Therapieschuhe wieder weggenommen. Die hat sie nun so verlatscht und ausgeleiert, das sie nicht mehr richtig halten. Habe die weiche dicke Sohle wieder in die festen Marquis-Schuhe gemacht. Muss so gehen, bis wir die neuen Glue on Shoes drunter machen können. Noch finde ich leider immer wieder kleine Geschwürstellen beim Hufe sauber machen. Mit den weichen Sohlen in den Schuhen trat Svandis auch recht gut zu.
Aber so ganz gut geht es ihr trotz Bioresonanz nach der Wurmkur nicht. Aber immerhin nicht so schlimm wie nach der Impfung. Wahrscheinlich auch wegen dem, jetzt wieder zu warmen, Wetter schwitzt Svandis schon vom Nichtstun und mag sich nur wenig von allein bewegen.