Es regnet – der Schnee verzieht sich, das Eis kommt. Holla war das stellenweise glatt hier.
Am Mittag musste ich Svandis die nassen Schuhe mal ausziehen und Svandis lief so 3 Stunden barfuß an allen 4ren umher. Das gefiel ihr offensichtlich nicht so sehr. Die Schuhe musste ich mit Heißluftpuste wieder trocken machen.
Wegen dem Regen und der Glätte bin ich heute dann nicht geritten mit Björt. Nur geschmust… Bin froh das die Erkältung auf dem Rückzug ist, da muss ich durch Regenreiten nicht noch wieder kranker werden.

Tja – heute haben wir dann Weihnachtsbaum aufgestellt. Lichter hat mein Vater angebracht und ich war für die roten, teracotta und goldfarbenen Kugeln zuständig. Lametta oder Girlanden kommen mir nicht an den Baum!
Ist eh nur so ein kleines Ding – der sieht schon arg überladen aus, finde ich *g*

Montag – mein erster „Winterurlaubstag“ – auch langsam angehen lassen. Natürlich mussten wir wieder Schnee schüppen. War wieder alles dicht. Mein Vater hat die Gargeneinfahrt frei geschaufelt und den Südweg mit dem Holder freigeschoben. Hoch lebe das Schneeschild. Ich habe mit unserem Schneeschieber dann noch den Hof etwas vom Schnee befreit und den Weg zur Haustür und zum Pferdestall runter. Danach war mir warm.
Am frühen Nachmittag bin ich mit Björt die knapp 2 km zu Oma gritten. Hinweg wieder Straße lang. Der Ebenöder Weg ist doof gewesen. Alles andere ging ja irgendwie – aber die Straße ist komplett gepflastert. Und unter dem Schneematsch war es teilweise spiegelglatt. Björt war total aufgeregt und wollte sowieso nur laufen und das auf dem Untergrund. Nein, ich bin dann abgestiegen. Beine brechen soll sich wer anders. Oma war auch daheim, so das ich ihr das frische EM geben konnte. Von Oma aus wieder durch den verscheiten Wald zurück nach Hause. Im Wald war es total toll. Da hat Galopp und Tölt Spaß gemacht. Vom Rütli her habe ich dann nach Hause geführt. Dort den Berg runter – da stand ich teilweise bis ans Knie in Schneeverwehungen. Björt stapfte auch durch den Tiefschnee, blubberte aber ziemlich zufrieden neben mir rum. Daheim wurde ihr Gesicht wieder schön mit Handtuch abgeschrubbelt, und der Körper wurde in Svandis Abschwitzdecke eingehüllt.

Svandis habe ich nur den Hufverband abgenommen und die beiden Vorderhufe wieder in die Therapieschuhe verstaut. Damit ging Svandis auch ganz okay soweit. Mal gucken wie es weiter wird.

Ja, ja die Kälte. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag und Freitag auf Samstag waren es hier so kalt, das im Stall das Wasser eingefroren ist. So ein Mist.

Als ich Freitag den Schnee sah am morgen, hätte ich schreien können. Aber ich kam gut den Südweg hoch und auch zur Arbeit bin ich gut hingerutscht. Natürlich gab es wieder Pappnasen, die nicht fahren konnten, aber okay.
Freitag um 15 Uhr habe ich Feierabend gemacht. Noch schnell zur Post und ein Paket nach Göttingen abgesandt. Bißchen Weihnachtspost abgeschickt.
Durch das Wetter und die „Nichtkönner“ war ich erst um 16 Uhr zu Hause. Da es sau kalt war und ich derbe Erkältet habe ich die Pferde nur gefüttert und mehr nicht. Nein, gar nicht – Björt habe ich etwas an der Longe laufen lassen. Madame war über Abwechslung auch erfreut. Aber ich bin durchgeforen. Man war mir kalt. Da halfen nur noch Wärmflaschen und Kuscheldecken auf dem Sofa.

Samstag ab 9 Uhr haben wir Schnee geschippt. Meine Eltern wollten Einkaufen fahren, aber erstmal musste der Schnee weg. Sonst ist hier kein wegkommen. Zunächst hat mein Vater die Garageneinfahrt frei geschüppt. Aber das langte leider nicht. So haben mein Vater und ich das Schneeschild an den Einachsholder gebaut und dann hat mein Vater den Südweg frei geschoben und ich habe noch den unteren Teil des Weges und die Hofeinfahrt frei gemacht. Dann konnten meine Eltern wegfahren. Ich habe in der Zeit den Ponystall gemacht. Nachmittags etwas im Haus sauber gemacht und dann verrückter Weise eine ganz kleine Runde mit Björt geritten. Ich habe ihr erzählt, das wir einen kleinen langsamen Schrittausritt machen. Tja, aber nicht mit Björt. Die hatte Spaß in den Backen. Ich Idiot hatte das Sidepull genommen. Damit hatte ich natürlich wenig Chancen. Die letzten 600 Meter (Straße lang, Südweg runter) habe ich geführt. Besser war das. Man man man…
Svandis war/ist eigentlich für ihre Verhältnisse auch ganz gut drauf. Sie tritt auch recht gut. Hat ja noch immer den Verband vorn links, aber alle anderen Hufe sind soweit ungeschützt. Klappt bisher ganz gut. Dennoch soll der Hufschutz drunter – wenn es nicht mehr ganz so frostig ist.
Samstagabend sind Claudia und ich im Kino gewesen. Haben „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ geguckt. War ein recht guter Film. Ging aber elend lange – war erst um Mitternacht daheim.

Sonntag bin ich mit elenden Kopfweh aufgestanden. Gingen den ganzen Tag nicht weg. Und dann diese elende Kälte und der Schnee der wieder runter kam. Ich war zwar ein paar mal draußen bei den Pferden, aber geritten bin ich nicht. Von 14 bis 18 Uhr habe ich auf dem Sofa so richtig schön geschlafen. Die Kopfweh sind etwas zurück gegangen, aber nicht viel. Kein so schöner Tag

Heute Abend musste Svandis dran glauben. Thomas schön angelegter Hufverband löste sich langsam an der Sohle auf. Klar – wenn Pferd sich bewegt, passiert das schon mal.
Svandis aus dem Stall geholt. Das sah schon nicht mehr so holprig aus wie letzet Woche noch. Der Versuch den alten Verband mit Handschuhen vom Huf zu bekommen scheiterte. Musste doch Handschuhe ausziehen. Man, hab ich gefroren. Der Huf sah sehr gut aus, und es hatte auch nicht mehr nachgeblutet unter der Hufsohle. Ich habe noch etwas versucht mit dem Hufmesser das Löchlein zu säubern. Auch dabei kam kein neues Blut. Nur etwas Druckempfindlich war Svandis an der Stelle noch. Also habe ich einen neuen Hufverband angelegt. Der ist nicht ganz so schön wie Thomas Hufverband, aber auch mein Verband scheint zu halten. Der Probelauf damit war sehr schön. Langsam aber gleichmäßig trat Svandis zu. Das Humpeln der letzten Woche war verschwunden. Sehr schön.
So weiter machen, dann können nächste Woche die Glue on und das Equipak an die Hufe.

Auch wenn ich tierisch erkältet bin, ich gehe trotzdem arbeiten.
Für heute Abend war auch unser kleines Jahresabschluss-Essen der Verwaltung. Wir hatten uns einen Tisch im „Rütli“ bestellt. www.zum-ruetli.de So hatte ich den kürzesten Weg. Sonst muss ich ja immer weiter fahren.
Das Essen hatten wir schon anhand der zugemailten Karte vorbestellt, so das wir zügig unsere Vorspeisen (Salate + Tomatensuppe *lecker*) bekamen. Auch die Hauptspeisen ließen nicht lange auf sich warten. Ich fand das Essen gut und auch meinen anderen Kollegen/Innen hat es dort sehr gefallen.
Mein Arbeitskollege setze mich dann auf dem Rückweg daheim ab. Bereits kurz vor 22 Uhr war ich wieder hier 🙂
Schöner, lustiger Abend.