Feiertag in NRW

War das ein schöner Feiertag!
Wetter 1 a – Ponys gut gelaunt – wir am Heu machen …
Zumindest erstmal die kleine Obstbaumwiese und die halbe Teichwiese. Die große Hangweide kommt später, das neue Gras muss erstmal wachsen und hat auch noch nicht ausgeblüht.
Heut früh also Ponystall misten und Misthaufen platt-treten. Währenddessen waren Björt und Svandis auf dem abgetrennten schon abgegrasten Weidestück am Teich. Nachdem der Stall fertig war, habe ich noch die Ränder der Heuwiese mit der Harke nachgezogen. Das ist teilweise eine recht feuchte Wiese, und natürlich muss das gemähte Gras von der Quelle weg und aus dem Baumschatten der Strauch/Baumhecke unserer Nachbarn. Zwischenzeitlich habe ich die Ponys von der Weide entfernt. Gewendet hat mein Vater dann aber doch mit dem New Holland und Wender dahinter. Nur dann durfte man natürlich wieder die Ränder nachziehen… Ein Teufelskreis.

Um 13.30 Uhr kam Kirsten. Schnell waren die Ponys sauber wir unterwegs. Bis zum Wald hielten die Hufschuhe an beiden Pferden. Und beide Pferde waren sehr lieb. Galoppstrecke eins – Björt verlor vorn links den Schuh – also den anderen auch ausgezogen, am Sattel befestigt und auf Waldboden barfuß weiter. Bei Svandis hielten die Schuhe. Die kleinste Waldrunde hatten wir nach ca 10 Minuten hinter uns, also Schleife… Galoppstrecke „rückwärts“ – nur begriffen die Pferde das nicht. Björt legte immer mehr an Geschwindigkeit zu und auch Svandis war ziemlich heftig. Weil ich sie nicht lies wie sie wollte, fing Svandis an zu bocken. Dann darf sie erst recht nicht. Als auch noch dicke fette Mücken und Stechfliegen um uns herumschwirrten, ging für Svandis die Welt unter und ich hatte alle Hände voll zu tun. Konnte mit meinem kaputten Finger aber nicht so recht zupacken und bei einem Bocksprung rutschte die Hand ziemlich ungünstig auf den Sattel. Wow – das tat weh. Tränen standen in den Augen. Macht nix, weiter…
Hab ich schon mal erwähnt das der Kreis Minden Lübbecke mutwillige Zerstörung des Waldes und insbesondere des einzig erlaubten Reitweges betreibt??? Reitweg runter und immer schön dem Wegweiser nach… plötzlich dickste Schottersteine – und was für Monsterteile! Ich hatte natürlich wieder keinen Fotoapparat mit, sonst würde ich das Elend zeigen! Den offiziellen Reitweg kann man jedenfalls mit (unbeschlagenen) Pferden nicht mehr gehen!! Demnächst nehme ich Fotoapparat mit – das muss man sehen!
Wir hatten das Geröllfeld dann überwunden – ich wusste nicht, das der Teil vom Weg auch kaputt gemacht wurde – und bogen auf eine Rennstrecke. Björt war schwupp die wupp weg – und Svandis gab ordentlich Gas. Leider behagte das dem rechten Hufschuh nicht, so das ich nach 1/3 des Weges anhalten und suchen musste. Das Teil war schnell gefunden und wieder angezogen. In der Zeit waren Kirsten und Björt auch wieder zu uns zurückgekehrt. Da sich Spaziergänger auf dem Weg lümmelten, gingen wir nochmal bis „ganz unten“ und warteten bis der Weg frei war. Und wieder hinauf! Die letzten 20 Meter hätte der Schuh auch wirklich noch halten können. Aber naja – man kann nicht alles haben. Also zog ich Svandis auch den anderen Schuh aus und auch wir befestigten die Schuhe am Sattel. Nochmal auf eine Galoppstrecke. Björt muter voran, Svandis hinterher – und als sie beide langsamer wollten, da mussten sie dann laufen. Wir lassen uns doch nicht verarschen. Björt war anschließend immerhin 2 Minuten am Schnuffeln und Svandis so 10 Minuten. Anschließend ging es auf direktem Weg nach Hause.

Svandis war ziemlich fertig nach den 2 Stunden. Bei ihr lief der Schweiß wirklich in Bächen herunter. Daheim haben wir die Pferde abgewaschen. Weil Björt Wasser nunmal ganz furchtbar findet, und ich auch nicht den Schlauch anschließen wollte, wurden Wassereimer und Schwämme dazu benutzt. Svandis hat es genossen und Björt nach anfänglichem Zögern auch. Im Paddock haben die beiden dann fast sofort im Dreck gelegen und an Svandis war nichts schokobraunes mehr zu sehen. Bei dem Fuchs fällt der Lehm nicht so auf.

Abends als ich Heu vom Dachboden geholt habe, durften die Pferde nochmal auf die (umgesteckte) Wiese. Nun dürfen sie den kleinen Hang abfressen – und an der Weide unserer Nachbarn schnuppern. Der 2jährige Freiberger Erasmus – der erst vor ein paar Wochen gelegt wurde – fand meine rossigen Damen sehr fein. Die ihn natürlich auch! Aber als ich mit Haferschalen bewaffnet um die Ecke kam, war das Futter doch besser als der Wallach, und ich konnte Problemlos die Weide schließen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert