Sonntag hieß es: früh wie immer auf stehen und Pferde versorgen. Statt wieder ins Bett kuscheln jedoch: ab unter die Dusche, und fertig machen. Kurz vor 8 Uhr bin ich losgefahren zum Tanken und Marion abholen.
Der Seminartag „Die natürliche Selbsthaltung des Pferdes“ sollte lt. Plan um 10 Uhr beginnen. Wir waren sehr pünktlich – so 20 vor zehn – in Walsrode-Vethem auf dem Hof von Karin Kattwinkel. Das Seminar war eine VFD Veranstaltung, und die Referentin war Karin Kattwinkel. (http://www.equo-vadis.de/)
Insgesamt waren so knapp 20 Teilnehmer da – alle vom VFD, außer Marion und ich… Machte aber nichts, wir wurden herzlich in der Runde aufgenommen.
Der Tag begann mit ausgiebiger Theorie zum Körperbau und Muskel + /Sehnenaufbaus des Pferdes. War schon ziemlich interessant und gut gemacht. Fr. Kattwinkel war sehr engagiert und stellte den Teilnehmern auch Fragen, oder ließ Fragen zu den jeweiligen Ausführungen zu. Ohne dabei den Faden in ihrem Theorieteil zu verlieren, beantwortete sie auch etwas abweichende Fragen, die so nicht unbedingt etwas mit dem Thema zu tun hatte.
Nach der Theorie bekamen wir von Frau Kattwinkel eine Hofführung und es wurde uns die Pferdesauna, die Rotlicht/Heißluftanlage und die Gastboxen, Therapiepaddocks usw gezeigt. Ist kein sehr großer Hof, doch sehr nett und zweckmäßig. Mit Reithalle (32 x 18 m) und einigen Boxen, Paddocks und Auslaufboxen. Hab leider nicht mitbekommen, wie viele Pferde derzeit dort sind. Ist auch abhängig von den „Patienten“. Gegenüber vom Hof ist noch ein 20×60 m Reitplatz, der auch zum Hof gehört.
Nach der Hofführung gab es ein Mittagessen und dann begann der praktische Teil.
2 Teilnehmerinnen hatten ihre Pferde mit. Martina mit ihrem 11 jährigen Westfalen (183 cm Stockmaß) und Christine mit ihrer Camarguestute Esmeralda (16) Vom Hof wurden noch 3 Pferde zur Begutachtung zur Verfügung gestellt: 1 polische Trakehnerstute, 1 16jähriger Vollblutaraber (Rehapatient) und Anni, eine 16järige Stute – sehr gut ausgebildet, weit im Training – eben als Positivbeispiel…
Araber und Anni kamen erst später. Zuerst wurden der Westfale, die Camargue und die Trakehnerstute geführt im Schritt und Trab. Wir sollten uns „Notizen“ machen, was uns so auffiel und dann eben völlig „Wertungsfrei“ eine Beurteilung abgeben. Habe auch die meisten Schwachstellen erkannt und lag mit meinen Vermutungen richtig – fast alle Teilnehmer haben die Aufgabe gut gelöst.
Dann wurden Westfale und Camargue vorgeritten, Frau Kattwinkel hat die Reiter etwas korrigiert und anders gesetzt, Tipps zur Körperhaltung des Reiters, der Zügelführung und allem gegeben, und die Pferde gingen nach ein paar ganz wenigen Minuten wesentlich anders.
Der Araber wurde nur als Anschauungsobjekt für ein völlig verspanntes und falsch trainiertes Pferd in die Halle geholt. Wir durften mal den Rücken abtasten und die Halsmuskeln. War nicht gut bemuskelt oder gut Trainiert – sah aus wie ein 2jähriges ungerittenes Pferd.
Mit Anni durfte dann eine Teilnehmerin Seitengänge und Biegungen und Piaffe vom Boden aus üben.
Der Tag war sehr interessant und lehrreich. Hat mir gut gefallen. um 17.20 Uhr war Schluss.
War um kurz nach 19 Uhr wieder daheim auf dem Hof.