Als ich heimkam, und das Abendessen vertilgt war, bin ich mit Björt und Svandis noch so 10 Minuten spazieren gegangen. Wir alle 3 haben Muskelkater vom Reitplatz 🙂
Auch mein Vater, der mit Svandis dort umhergelaufen ist, merkte seine Oberschenkel. Der federnde weiche Boden ist schon was völlig anderes als Straße oder Feldweg.
Was mich sehr gefreut hat war, das Svandis trotz der gestrigen Anstrengung nicht schlechter ging als die letzten Tage. Beim Spazieren gehen in etwa gleich. Auch im Paddock bewegte sie sich, langsam und holpriger als „draußen“ aber für ihre Verhältnisse ok. Nun hoffe ich, das der Zustand stabil bleibt, oder sich hoffentlich noch weiter bessert. Eigentlich sah sie heute ganz zufrieden aus.
Reitplatzbesuch
Meine Eltern und ich sind heute mit Svandis und Björt zum Reitplatz gefahren.
Ponys geputzt hatte ich morgens. So musste ich um halb zwei nur noch einmal überfuddeln und ab: verladen. Björt ging mit meinem Vater in den Hänger. Svandis wollte mit ihm nicht gehen. Mit mir im ersten Anlauf, alles prima. Nicht lang rumschnacken, gleich fahren. Also ich ans Steuer meines Yeti, Vater Beifahrersitz, Mutter hinten. Svandis war die ganze Fahrt über sehr sehr unruhig, und als wir 10 km später am Reitplatz standen, lief ihr das Wasser in Bächen am Körper herunter. Mein Vater : „die steigt nie wieder ein“. Haben die beiden Damen erstmal zum Toben auf den Reitplatz geschickt. Da liefen beide erst schön und liefen und wälzten. Alles fein. Als ich Björt sattelte, da war für Svandis dann der Spaß zu ende?? Sie wollte nicht mehr gehen. So schnappte mein Vater sich den Anbinder und ist 15 Minuten mit ihr auf dem Reitplatz herumspaziert. Ich bin von 14.15 Uhr bis 14.50 Uhr mit Björt geritten. Alles bißchen ausprobiert. Als sie richtig warm war, kam ein schöner Tölt. Vorher war das immer so ein Trabtölt. Ich habe ich immer so nach 10 Minuten was tun für 1-2 runden die Zügel gelassen, das sie sich lang machen kann, und dann wieder angetrabt, angetöltet… Schlangenlinien, Halten, Zirkel, usw. Seitengänge haben heute nicht so geklappt. Ansätze waren da, aber hmm… Ohne Gerte krieg ich die Hilfen nicht so hin, mit Gerte dreht da Pony durch. Als Vater nicht mehr konnte, wollte ich mal versuchen Svandis als Handpferd zu nehmen. Sie hätte auch mitgemacht, aber Björt rannte gleich wie von der Trantel gestochen von dannen… Beim 4ten Versuch ging es immerhin so 10 Meter, bis Björt losschoß und Svandis einfach stehen blieb 🙂
Als wir gerade Verladen wollten, kam Stall/Reitplatzmitbesitzerin Gerda mit ihrer Tochter Sonja. Haben noch etwas gesprochen, aber nicht lange. Björt wollte diesmal nicht mit meinem Vater auf den Hänger, mit mir sofort. Auch Svandis ging ohne Probleme wieder auf den Hänger. Also alles gut. Auch Svandis war während der Heimfahrt ruhiger als auf dem Hinweg. Daheim abgeladen, in den Stall gebracht. Hänger sauber gemacht, weggestellt, Pferde versorgt. Alle sind zufrieden und k.o. Aus dem Hänger und in den Stall rein trat Svandis gut zu. Aber nun ist sie ganz schön fertig. Björt rennt schon wieder umher, die ist nicht klein zu kriegen.
Ausfahrt
Es war schlechtes Wetter angesagt. Da macht man sich so Gedanken, was man denn anderes erledigen kann, außer daheim rumräumen. Morgens war ich schnell Einkaufen und am Nachmittag sind meine Eltern und ich nach Steinheim gefahren. Man glaubt ja gar nicht, wie viele Landmaschinenhändler mein Vater so kennt und die haben plötzlich alle zum Beginn der Saison „Tag der Offenen Tür“ – nun war es also ein New Holland / John Deere Händler in Steinheim. Eine gebrauchte Heupresse hatte er da stehen, aber der Zustand des Gerätes war desolat. Da ist unsere besser. Die neuen Traktore und das neue Zubehör sah natürlich toll aus und es macht Spaß sowas anzusehen, doch für uns alles 8 Nummern zu groß. Immerhin erstand mein Vater einen Kanister Kettenöl für seine Säge 🙂 Und ich nahm noch Batterien mit, die ich morgens beim Einkaufen vergessen hatte.
Auf dem Rückweg kamen wir im gleichen Ort noch beim Claas Händler vorbei, und auch dort war einiges los – weil ebenfalls Tag der offenen Tür. Also auch dort geschaut. Da stand eine schöne Wiesenschleppe. Die könnten wir nun wirklich noch gebrauchen. 🙂 Leider ist unser Einachshänger zu klein dafür und die Fahrt mit dem Trecker zu weit 🙁
Naja, immerhin hatten wir einen schönen und interessanten Nachmittag – ohne Regen!
kleine Runde
Die letzten 2 Tage konnte ich abends wieder nur Pferde füttern und putzen, da ich immer erst spät daheim war.
Heute war ich etwas eher daheim. Schnell mit Björt eine Runde geritten. Björt war aufmerksam und ist schön gegangen. Nur einen kleinen Ausraster hatte sie, da in einer Wiese ein großer roter Stofftunnel (für Hundesport???) herum lag. Der liegt da sonst nicht, und ist somit furchtbar gefährlich. Zunächst drehte Björt um und wollte vor dem Ungetüm davon stürmen. Doch ich drehte sie wieder in Richtung Gefahr, lies sie in Ruhe gucken, und dann ging sie doch dran vorbei.
Mit Svandis bin ich auch gelaufen. Den Hufverband musste ich wechseln. Das „Loch“ heilt sehr gut ab. Schmadder ist nicht in Sicht. Sieht gut aus, auch beim Laufen.
Arbeitseinsatz
Noch ein Tag Resturlaub – da wird daheim klar Schiff gemacht. Zumindest ansatzweise.
Morgens musste ich allerdings noch einkaufen fahren und nochmal zum Autohändler. Ich bekam noch Gummimatten für den Yeti.
Von ca 10.30 Uhr bis kurz vor 12 Uhr habe ich bei meinem Vater mit auf der Heuwiese gestanden und Äste abgesammelt. Von den Bäumen dort am Wald kommt im Winter immer einiges runter. Nach dem Mittag haben wir mit meinem neuen Auto und dem kleinen Hänger Dünger für die Heuwiesen geholt. Hat gut geklappt, das Ziehen.
Von kurz vor drei bis 18 Uhr stand ich wieder auf der Wiese, Holz absammeln. Ich merkte schon, da kommt Muskelkater. Zum Rücken geradebiegen bin ich anschließend noch eine kleine Runde ohne Sattel mit Björt geritten. Svandis musste auch wieder laufen, doch die hatte dazu auch sehr viel Lust. 🙂
Leider merkte ich abends mein linkes Knie wieder sehr, wo vor einigen Jahren eine Innenmeniskusentzündung das Gelenk lahmgelegt hat. Hoffe das es nicht wieder schlimmer wird.