Wochenlang war ich der festen Überzeugung, dass mein Pferdehänger im Juni zum TÜV muss. Schräger Blick auf das Kennzeichen, ja 2015. Da war ich dann echt froh, den TÜV Termin im Urlaub erledigen zu können. Heute früh also den Hänger aus der Schutzhülle gepellt, an das Auto gehangen, Lichttest… Alles gut. Rein ins Haus, umziehen, Papiere holen. Zur Sicherheit nochmal auf den KFZ Schein geguckt „August 2015“. Au…was??? Sowas aber auch. Runter und auf das Kennzeichen geschaut. Ja wirklich – August! Na toll, den Hänger wieder an seinen Platz rangiert und eingepackt. So bin ich dann doch nur fix tanken und Autowaschen gefahren und war kurz auf dem Friedhof um dort die Blumen zu gießen.
Am Sonntag meinte meine Freundin in Göttingen, das Dexter wirklich mal dringend zum Friseur muss. Das struppige abgestorbene Haar muss bei den Parson Russel Terriern einfach rausgezupft werden. So nahm ich gestern Kontakt zu einer Fachkraft für Hundegesundheit und Pflege auf. Carina Terhorst hatte auch gleich einen Termin für heute Nachmittag für uns frei. Da sie auch Blutegeltherapie anbietet, wollte ich dies mal für Svandis ausprobieren.
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Die Blutegel wurden angesetzt und begannen auch gleich ihre Arbeit. Wie immer hielt Svandis schön still. 4 Egel waren recht schnell groß, dick und satt. Aber ein kleiner, der wollte nicht so richtig. Hat sich festgebissen, saugte aber nicht wirklich. Einfacht entfernen kann man die Viecher ja auch nicht. Die müssen von selbst abfallen. Hmm… So nahm ich die Wärmelampe – denn die Egel arbeiten lieber im Warmen – und Carina schnappte sich Dexter und fing an ihn hübsch zu machen. Schon wahnsinnig, was da an Haaren von dem kleinen Hund herunter kam. Da es für Dexter das erste Mal war, das die Haare gezupft und geschoren wurden, war er nicht so ganz ruhig. Und am Hals und im Gesicht wollte er seine Haare gar nicht hergeben. Aber Carina ließ nicht locker und hat es geschafft aus Dexter einen ansehnlichen Terrier zu machen. Fast zeitgleich mit „Fertig“ bei Dexter, ließ auch der mittlerweile doch gefüllte Blutegel bei Svandis los. Was für ein Timing!
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Jetzt ist unser Hund wieder süß und knuddelig, und nicht mehr struppig 🙂
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Ich dachte ja, das Dexter dann erstmal nichts mehr mit uns zu tun haben will, aber er blieb doch bei uns und rannte nicht zu seinem großen schwarzen Freund rüber. Nun können bei Dexter die Haare wieder wachsen – und wenn er wieder struppig ist, weiß ich wer ihn wieder schick macht.
Ob die Blutegeltherapie bei Svandis nach so langer Zeit noch Wirkung zeigt, sehen wir in 2-3 Tagen. Der Speichel der Blutegel enthält schmerzlindernde und entzündungshemmende Komponenten und wirkt auch Blutverdünnend. Also für ein Hufrehepferd genau richtig. Nur Svandis hat ja akut keinen Schub. Daher muss man abwarten, ob es trotzdem etwas bei ihr hilft. Ich habe die Hoffnung, das durch die Therapie evtl vorhandene Einlagerungen „rausgesaugt“ werden und der Stoffwechsel angeregt wird. Vielleicht kann man so das Hufwachstum anregen, so das vorn rechts doch nicht ganz hoffnungslos ist. Wir werden sehen, jetzt erstmal abwarten.

Die erste Woche meines Urlaubs wurde genutzt um das Heu zu wenden und gut rein zu bringen. Dank einiger sehr lieber und fleißiger Helfer hat das Pressen und einfahren dann auch am 7.6. gut geklappt. Leider war durch das trockene Frühjahr nicht so wirklich viel auf der Wiese, so dass die Presse nur 370 Bund anzeigte. So wird wohl leider ein zweiter Schnitt fällig werden. 🙁
Am Montag haben meine Mutter und ich nicht so viel gemacht. Der kleine Neffe, der halbtags von meiner Mutter betreut wird, wollte viel mit mir spielen und so habe ich da auch nicht nein gesagt. Den Dienstag habe ich genutzt um den Heuwender und den Schwader sauber zu machen. Auch Trecker und Aufsitzmäher wurden gereinigt. Trecker und Mäher fahren… das war natürlich was für den kleinen Neffen (und den kleinen Hund). Abends habe ich noch eine kleine Runde mit Björt gedreht. Das tat dem Pferd ganz gut und meinem Rücken auch. Am 11.6. waren meine Mutter und ich mit dem kleinen Neffen am Vormittag im Tierpark Herford. Das hat dem Jungen gut gefallen. Von den Ziegen, Meerschweinchen und Erdmännchen war er total begeistert. Auch Donnerstagabend bin ich eine kurze Runde mit Björt geritten.
Die anderen Tage waren mit ein bißchen Arbeit rund ums Haus und um die Pferde ausgefüllt.
Heute haben Mutter und ich und einen „richtigen Urlaubstag“ gegönnt. Den Pferden habe ich morgens das Wasser aufgefüllt und Heu in die Netze gefüllt. Die Wiese ist tagsüber sowieso auf, durch das trockene Wetter wächst kaum was nach, das schadet Svandis also nicht wirklich. Als die Pferde versorgt waren, sind wir losgefahren Richtung Tierpark Sababurg. Ich war dort schon ein paar Jahre nicht mehr, und wollte unbedingt mal wieder dort hin.
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Wir sind den „großen“ Rundweg gegangen – das sind dann knapp 3 km – natürlich geht man dort nicht strammen Schrittes, sondern bleibt auch an den Gehegen stehen. Dexter – den wir mitgenommen hatten, sein erster großer Ausflug – fand alles super spannend und es roch alles klasse. Andere Hunde wurden von ihm freudig begrüßt und er hat sich gut benommen.
Die großen Tiere suchten oftmals Schatten, denn die Sonne kam auch ab und zu raus und es war auch recht warm.
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Durch die Kontaktgehege bei den Ziegen, Eseln und Exmoorponys durfte man natürlich nicht mit einem Hund. Auch die Greifvogelschau konnten wir uns nicht von nahem ansehen, doch das war nicht schlimm und das wusste ich auch schon vorher. Wir haben uns von halb zwölf bis 15 Uhr im Park aufgehalten. War wunderschön unter den alten Eichenbäumen.
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Auf dem Parklatz haben wir mitgebrachte Brote und Getränke verzehrt und auch Dexter bekam nochmal Wasser und Futter angeboten. Er hat natürlich im Park auch zwischendurch etwas trinken können. Am Auto nahm er aber gern alles an.
Meine Freundin Marion aus Göttingen meinte, wenn wir noch Zeit und Lust hätten könnten wir doch vorbei kommen. Also ging es nicht auf direktem Weg nach Hause, sondern noch auf einen Kaffee und ein Eis nach Göttingen.
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Dexter verstand sich prächtig mit dem Parson Russel Terrier meiner Freundin. Die beiden Rüden sind schön durch den Garten geflitzt. Nur der ältere Rüde meiner Freundin war vom vierbeinigen Besuch nicht so angetan, aber er blieb lieb im großen abgetrennten „Hundebereich“ während die beiden Junghunde herumtobten. Bei dem schönen Wetter konnten wir im Garten sitzen und Kaffee trinken. Es war richtig toll. So gegen 17.30 Uhr sind wir wieder nach Hause aufgebrochen. Um 19.30 Uhr waren wir daheim und ich habe schnell die Pferde versorgt und dann war Feierabend.
Dexter ist auch ganz ko von dem Tag 🙂 Aber schön war es!!

Andere nehmen Urlaub um in die Ferne zu ziehen. Das ist bei mir schon lang nicht mehr so. Meinen Urlaub verbringe ich daheim mit meinen Tieren. Und der Sommerurlaub wird in der Regel zum Heu machen verwendet. So auch jetzt wieder. Heute früh also nichts mit ausschlafen. Neffe 2.0 wurde um halb acht gebracht um halbtags von seiner Oma betreut zu werden. Der kleine Junge findet seine Tante aber scheinbar auch voll okay und wollte hinter mir her. Während meine Mutter und ich das Mähwerk aus dem Carport auf den Hof zogen – ein paar Meter bergauf – saß der Neffe im Kinderwagen und sah und dabei zu. Dexter saß neben dem Kinderwagen und passte auf Kind und uns auf. Während meine Mutter dann noch mit Kind und Hund einen kleinen Spaziergang machte, habe ich die die Schraubmuttern auf den Messern des Mähwerks gelöst. Da ich die Messer aber nicht wechseln konnte, als das Mähwerk auf dem Transportbrett lag, musste doch der New Holland her. Erst den Aufsitzmäher raus aus dem Schuppen.
Ging nicht ohne Hund und ohne Neffe 2.0
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Dann den Trecker geholt und das Mähwerk angeschlossen. Hat alles total gut geklappt. Auch die Messer konnte ich wechseln – nur eins weigerte sich beharrlich. Da musste dann doch der Bruder Hand anlegen als er zum mähen kam. Vor dem Weide mähen habe ich noch schnell ein paar Weidezaunpfähle entfernt und die abgefressene Weide nachgemäht, so das man einfacher auf die Heuwiese kommt.
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Als mein Bruder kam konnte er doch doch das letzte Messer ersetzen und dann gleich zügig loslegen mit dem Gras mähen.
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Ich habe mit der Motorsense unter dem Zaun am Weg hoch gemäht und an der Pferdeweide entlang angefangen. Als die Wiese flachgelegt war, habe ich schnell mit dem Hochdruckreiniger das Mähwerk wieder sauber gemacht und der Bruder und ich haben das Ding wieder im Carport verstaut.
Ganz großen Dank an den großen Bruder für das Mähen!
Da es dann auch schon wieder halb acht war, und die Pferde mich nur gesehen haben als ich sie auf die Weide gelassen habe, musste ich dort auch noch klar Schiff machen und natürlich von der Weide holen und mit Heu versorgen.
Und danach war auch dann mal Feierabend.
Ab Urlaub Tag 2 wird dann wieder Gras gewendet und gewendet bis es schönes Heu ist.

Die Zufahrt zu unserem Hof hat auf der einen Seite eine kleine Böschung. Und dort wächst das Gras leider genau so doll wie im Garten der Rasen. Nur mähen kann man die Böschung nicht mal eben so mit dem Rasenmäher. Daher mache ich das auch nicht so oft, und wenn, dann mit der Motorsense. Heute war es das erste Mal in diesem Jahr soweit. Ich konnte netterweise um 13 Uhr aus dem Büro verschwinden und ab 14 Uhr habe ich meine Sense geschwungen.
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Als alles ab war (soweit es zu uns gehört) haben meine Mutter und ich zusammen geharkt und alles weggekarrt auf den großen Kompost. Natürlich hat Dexter sehr auf uns aufgepasst dabei. Und auch ein paar Grashaufen wieder auseinandergeworfen. Waren wohl nicht hübsch genug.
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Nun ist aber alles sauber und es kann wieder ein paar Wochen wachsen.

Als nächstes hoffe ich auf gutes Wetter Anfang Juni – das Heu muss auch gemacht werden.

Neben der Arbeit im Büro, hat man daheim ja auch immer ein bißchen was zu tun. Mittwoch habe ich nach der Büroarbeit noch ein wenig mit dem Elektormäher ein paar kleine Rasenstücke gemäht. Eigentlich wollte ich noch den Aufsitzmäher herausholen, doch das habe ich mir noch anders überlegt. Christi Himmelfahrt macht frau dann auch nicht unbedingt Lärm draußen, so das ich nur den Ponystall gemistet habe und die Miste wieder gerade gerichtet.
Mit Björt bin ich noch eine kleine Runde geritten und sonst war eben ein Feiertag.
Freitag – irgendwie war wohl ein Brückentag – war das Telefon im Büro sehr still. So bin ich eher gegangen. Aufsitzrasenmäher aus dem Schuppen gezirkelt und die größeren Rasenflächen schön kurz geraspelt. Dexter war ziemlich beleidigt, das ich ihn nicht mitgenommen habe. Wo er doch so gern mit dem Krachmacher mitfährt. Aber ich fand ihn ziemlich gut bei meiner Mutter im Blumengarten aufgehoben.
Samstag, wie immer morgens den Wocheneinkauf erledigen, und am Nachmittag im Regen die Teichwiese abgeäppelt und die Ponys durften in der Zeit auf der Wiese hinterm Schuppen etwas fressen. 2015-05-16 14.00.35
Da dort das Gras aber ziemlich hoch und im Wachstum ist, durften sie dort nur eine Stunde knabbern, bevor ich sie wieder auf die Magerweide gestellt habe. Svandis ist seit 2 Jahren ohne Reheschub – da will ich nicht riskieren, das nun wieder was kommt. Wenn sie mehr an das Gras gewöhnt sind, dürfen die Damen auch wieder länger auf die gehaltvollen Wiesen. Die Wiesen, die sie abgrasen dürfen, sind aber auch nicht gedüngt. Dexter und ich hatten wegen dem Dauer(missel)regen auch ziemlich krause Haare. Wo wir eh schon nass waren, haben wir noch etwas Ball gespielt.
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Heute – klein Svandis hat Geburtstag – durften die Pferde auch wieder etwas in das lange Gras, bevor ich sie wieder auf die Teichwiese gebracht habe. P1000666
Dexter dachte sich am Vormittag, das es wohl sehr langweilig bei uns ist, und das es nach genau einem Jahr bei uns mal Zeit wäre, etwas anderes zu sehen. Er ist das erste Mal so „richtig“ abgehauen. Da er auf pfeifen nicht wieder kam, bin ich einmal bei unseren Nachbarn ganz ums Haus, weil er normalerweise dort rumstromert um mit den Hunden dort zu spielen. Aber da war alles zu und unser Hund nicht zu sehen. Auch meine Mutter hatte nicht gesehen, ob er abgehauen ist. Bin dann mit dem Auto los und habe geguckt. Richtung „Amselschänke“ kam mir unser Ausreißer entgegen. Freute sich, das ich anhielt und die Tür für ihn öffnete. Böser Hund!
Dennoch durfte er am Nachmittag mit mir nach Rehme zu meiner Freundin fahren und von dort aus sind wir dann zur Eisdiele spaziert. Lecker Eis gegessen und wieder die 20 Minuten zurück spaziert. Der kleine Hund hat sich gut benommen und auch beim Spaziergang war er sehr artig.
Wieder daheim habe ich mir schnell Björt geschnappt und bin mit ihr unsere Haussrunde geflitzt. Einfach nur mal schnell zum Hufevertreten. Mit Björt, Svandis und Dexter habe ich noch einen kleinen Spaziergang ums Feld gemacht. Klappt auch immer besser mit den dreien zusammen.
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Heute klappte es sogar wieder, die Ponys in einer Hand zu haben und in der anderen den Hund. So ist das Spazieren gehen schön entspannt. Wir üben weiter.