Die letzte Woche war ja nicht so viel los. Außer Donnerstag kurz ohne Sattel mit Björt geritten, hatten die Pferde frei.
Freitag, bei dem elenden Dauerregen, hatten die Beiden auch nichts zu tun. Dafür bin ich mit Kirsten und ihrem Mann mit ins Kalletal (Brosen) gefahren. Habe bei der Reitstunde zugesehen. Sah gar nicht so übel aus. War auch gut aufgebaut der Unterricht, nette rittige Islandpferde. Eine gut aufgebaute Stunde, in der alle 4 Reitschüler gut gefordert wurden.
Nach der Reitstunde bin ich nochmal zu Björt und Svandis in den Stall, die hatten wirklich ihren halbe Heuballen schon fast alle. Bekamen die 2te Hälfte auch noch.

Samstag ging der Tag im Regen unter. Morgens noch einkaufen, Möhren holen und so. Dann Stall ausmisten. Gar nicht so einfach, wenn Svandis der Meinung ist das die Schubkarre ihr gehört. Misthaufen begradigen und so war auch wieder angesagt. Ich schwankte zwischen : laufen mit den Pferden oder nicht, und letztendlich blieb es beim oder nicht.
Abends waren Claudia und ich im Kino. „Underworld – Aufstand der Lykaner“ Vampir gegen Werwolf: Dunkel, blutig, gemein… ohne tiefen Sinn und Verstand. Jedoch ab und zu „braucht“ man sowas.

Heute war es mal trocken von oben. War da nicht auch was mit meteorologischem Frühlingsanfang?
Am frühen Nachmittag bin ich daher mit Björt losgeritten. Durch Oberbecksen hoch in den Wald. Björt war völlig aufgedreht als sie merkte wo ich hin wollte. Schon auf dem Borweg und dann auf der Forststraße war sie ständig am Tölten oder Traben. Im Wald war die erste Strecke dann gleich unsere, wir hatten Glück, das kaum ein Spaziergänger im unteren Teil des Weges war. Leider trafen wir dann auf dem eigentlichen Reitweg dann doch viele Spaziergänger, Kinder mit Fahrrädern, unangeleinte Hunde, so das ich sofort abbog auf einen anderen Weg und Björts Lieblingsgaloppstrecke vor uns lag. Ewig lang und steil bergauf. Sie hat die Strecke fast komplett geschafft. Und das obwohl sie kaum Kondition hat durch die recht lange Phase des wenig bzw. kurz Reitens im Moment. Dann sind wir noch eine kleine Schleife und auf dem Weg nach Hause trafen wir eine Einstellerin unserer Nachbarn mit ihrer Westfalenstute. Wir sind dann gemeinsam heim. Das Großpferd war „natürlich“ langsamer als Björt im Schritt, aber mit zurückhalten meinerseits und etwas schneller machen andererseits klappte es erstaunlich gut.
Mit Svandis bin ich dann noch schnell die Mini Feldwegrunde gelaufen. Es war echt anstrengend und nah am Joggen. Svandis war so schnell und wollte unbedingt laufen. Bis auf 2 kleine Anzeichen von unartig sein, war Svandis auch fröhlich dabei.
Daumen drücken, das es mit Svandis weiter so gut bergauf geht.

Die bisherige Woche beschränkte sich abends auf Füttern, Medikamente geben und Massieren.
Heute abend hingegen wollte Svandis mich gleich beißen als ich mit Spritze ins Maul bin um Equipalazone zu geben. Da hatten wir den ersten Streit.
Für Björt hatte ich nur Trense mitgebracht, kein Putzzeug. Wollte nur mal eben schnell um den Acker flitzen. Weiß die was ich will? Da half nicht „Spar-Putzen“ = einmal mit der Hand drüber wischen. Da war kein Fuchsfell mehr. Nur Schlamm – teils getrocknet, teils frisch. Bin ich eben auf ein dreckiges Pferd gesprungen. Als ich oben saß, zog Björt gleich los. Björt ist dann auch im Tölt an unserer Weide hoch zum Feldweg. Dort im Matsch blieb sie doch im Schritt, auf der Straße zum Südweg im butterweichen Tölt und am Südweg rammte sie alle Beine in die Erde. „Fertig, Absteigen“ soll das heißen. Es war am Regnen und ich wollte ohne Sattel sowieso nicht viel. Also Südweg hinunter geführt. Dabei haben wir kleine Phasen Trab oder Tölt gemacht, auch mal Rückwärts richten bergauf, Volten um mich herum. Björt war lustig dabei und völlig begeistert.

Mit Svandis bin ich dann auch losmarschiert. Schlechte Idee. Der Wind, der Regen alles flattert und bei Svandis wirken Medikamente. An den Flatterplanen der Silagerollen das erste Rumhampeln und gemein zerren. 5 m weiter erstes Anzeichen von Steigen beim Zerren. Auf dem Feldweg zu unserem Wald ungefähr 6 Versuche zu Steigen, 2 mal hat sie es geschafft. So eine dumme Ziege. Auf dem weichen Feldweg trat Svandis auch prima zu und ging flott voran. Auch auf dem Hof bei uns bin ich dann noch 3 mal auf und ab – auch auf dem harten Boden trat Svandis gleichmäßig und gut zu. Bleibt zu hoffen, das es so weiter geht.

Freitag nach dem Aderlass und mit dem Equipalazone ging Svandis schon sehr viel besser. Abends konnte ich auch nichts mehr mit Björt machen, da es nur nass und rutschig war.
Samstag bin ich nachmittags eine sehr schnelle kleine Runde geritten. Das hat uns beiden sehr gefallen. In der halben Stunde ist Svandis im Paddock hin und her gerannt, hat herumgebockt und benahm sich „ziemlich gesund“

Heute früh haben wir bei Björt die Hufe gemacht und bei Svandis nochmal die Zehen vorne eingekürzt. Dann die kleine Runde Spazieren gegangen. Björt hat mit Mariele oben drauf die doppelte Strecke zurück gelegt, da sie immer im Kreis um mich herum sind. Björt wollte nur schnell und nur laufen – und ich war nicht so schnell. Außerdem waren die Wege alle furchtbar nass und glitschig. Svandis hatte die Hufschuh an, sie ging damit auch klar und trat sehr gut zu. Was wahrscheinlich auch an dem Equipalzone liegt, aber das war schon mal um klassen besser als das Laufen mit Metacam. Das ging ja so gar nicht.
Um 12.30 Uhr bekam ich die Nachricht, das Anke in Isernhagen bei einem Isländer fertig war und zu mir kommt. Anke bekam erstmal ein warmes Mittagessen und ne Tasse Kaffee bevor wir zu den Pferden sind.
Björt stand gleich da und freute sich wie wild, das Anke kam – hätte sie am liebsten für sich irgendwo in die Ecke gestellt und niemanden heran gelassen. Svandis stand unten im Paddock und guckte Pferdekino – nebenan die Wallache waren im Paddock am toben. Als ich sie geholt habe, kam sie aber auch mit. Erst haben wir wieder den Bioresonanztest durchlaufen lassen. Dort waren viel weniger Werte als die 2 mal vorher auffällig. Björt stand die ganze Zeit daneben und knabberte an mir und an Svandis herum, Askja wollte auch und lief ständig um uns herum. Dann hat Anke noch einen Meridiantest durchlaufen lassen. Dabei kam heraus, das vorne eine Fülle und hinten Leere ist. Darum hat Anke dann eine „dorsale SAM“ einen Ausgleich mit Energieverschiebung nach hinten gemacht. Sie meinte, das nun alle 12 Meridiane einmal „durchgespült“ wurden, letzte und diese Woche. Während der SAM stand Björt erst direkt an Svandis Hinterteil und drückte sich immer an Svandis – gleichzeitig schrubbelte sie immer ihren Kopf an mir. Als ihr das nicht mehr ausreichte ging sie zum Direktangriff über. Hat sich an Anke gequetscht. Aber so richtig. Anke wurde regelrecht zwischen Svandis und Björt platt gemacht. Anke schob dann Björt etwas zur Seite und hat mir ihr geschimpft. Da war Björt dann beleidigt. Machte sich über das Heu her. Aber immer noch etwas Tuchfühlung zu Svandis. Anke sagte „die zapft Energie ab…“
Nach der SAM sind Anke und ich wieder ins Haus und es gab Kaffee und Kuchen. Meinte Tante hat uns Kirschkuchen gebacken. War sehr lecker. Und so gegen 17.30 Uhr ist Anke dann wieder heim.
Svandis bekam ihr Equipalazone und die Heparinspritze. Wenn ich dazu mit Halfter und allem um die Ecke komme, geht Svandis immer weg. Mag sie nicht mehr… Eine Stunde später habe ich dann Heu und alles zu den Pferden gebracht, da waren Björt und Svandis richtig gut drauf.
Hoffen wir, das es weiterhin aufwärts geht.

Heute um kurz nach 16 Uhr habe ich Svandis sauber gemacht und bin mit ihr noch etwas an den Silagerollen im Kreis gegangen. Heute trat sie nach längerem Laufen viel besser zu als gestern. Aber trotzdem noch schlecht genug um Tierarzt zu „rechtfertigen“
Frau Dr. und der Herr Dr. kamen auch kurze Zeit später. So konnten sie gucken wie Svandis von der Matschecke auf den Hof kam – und der Übergang war halt ziemlich mies. Erst wollte Frau Dr. keinen Aderlass machen, aber da bin ich ja hartnäckig. Weg mit dem Blut. Besser ist das. Während das Blut so lief wurden die Vorderbeine geröngt. Das Ergebnis kann ich morgen telefonisch abfragen, wenn es „arg“ ist oder ich möchte kann ich die Bilder auch abholen, das wir die am Wochenende mal mit meinem Hufschmied angucken können. Damit evtl nochwas von der Zehe weg kommt oder so. Die Hufe seien sehr gut gemacht, prima Arbeit. Svandis hielt heute sehr gut still beim Röntgen und auch der Aderlass lief gut durch. 5 Liter in 30 Minuten – das war gut.
Da das Metacam die letzten 2 Wochen ja kaum gewirkt hat, probieren wir wieder das gute alte Equipalazone. Erstmal bekam ich Equipalazone bis Montag… Natürlich muss ich auch 4 Tage Heparin spritzen. Das Blut ist zwar gut geflossen, aber ist sehr schnell geronnen im Eimer. Reichlich dick war das Blut also wirklich.

Kirsten ist in der Zeit – also in den 30 Minuten wo Aderlass lief und geröngt wurde – mit Björt geritten. So schick im Schneegestöber.
Die zwei waren ziemlich nass als sie heim kamen: Björt weil sie sich so aufgeregt hat, laufen laufen laufen – aber nicht dürfen. Und Kirsten war vom Schnee bedeckt, aber ihr Reitoverall hält ziemlich dicht. Trotzdem war ihr „frisch“.
Kirsten hat dann die Pferde mit Decken versorgt, Svandis bekam die dicke Daunen-Winterdecke über. Sie war mit dem Kreislauf durch den Aderlass einfach sehr runter und schlapp. Da soll sie bei dem Wetter nicht auch noch frieren. Die Decke lasse ich auch über Nacht drauf. Björt bekam nur ihre Abschwitzdecke über. Die habe ich kurz vor 19 Uhr auch wieder ausgezogen. Heu brachte Kirsten den Pferden auch. In der zeit schrubbte ich das Blut von den Hofsteinen. War zum Glück nicht so viel neben den Eimer getropft.
Als das Blut weg war, habe ich noch Hafer-Kräuter Mix fertig gemacht und den Pferden gegeben. Björt war ziemlich gierig – Svandis wollte nicht so recht fressen. Als ich um kurz vor 20 Uhr nochmal unten war, sah Svandis schon wieder etwas munterer aus, und das Futter war weggefressen.

Nun das Pferd also wieder ans Laufen bekommen

Montag war Hufbearbeitungstermin bei Svandis für die Vorderfüße und Dienstag haben wir die Hinterfüße gemacht. Natürlich bekam sie dazu Schmerzmittel. Pauschal fand Svandis Hufe machen nicht gut.
Heute früh kam sie im Stall auf mich zu und wieherte mir sogar entgegen und folgte mir beim Heu verteilen. Leider geht es Svandis heute abend nicht so gut wie heute Morgen.
Zuerst bin ich vorhin mit Björt geritten. Die hat ordentlich Pfeffer unter dem Hintern und wollte eigentlich nur laufen.
Mit Svandis bin ich dann auf die Wiese gezogen und dort hin und her gegangen. Sie wollte hinten nicht belasten und trat vorne daher sehr steif zu. Das wurde zwar etwas besser durch die Bewegung, aber nicht wirklich gut. Darum bei der Tierärztin angerufen. Kommt morgen um 16.30 Uhr. Mal horchen was sie meint.