Montag war es kopfmäßig zunächst erträglich. Jedoch ist Arbeit am PC nicht förderlich, wenn man sowieso schon mit Migräne kämpft.
Abends habe ich auch nur Svandis den Huf neu verbunden. Mal den Hufschuh ausgelassen, damit etwas mehr Luft dran kommt. Aber eben wasserdicht und reißfest abgeklebt.
Björt hatte Montag frei.

Heute wollte eigentlich Kirsten kommen zum Björt ärgern, doch sie hatte keinen „Babysitter“ für den Sohn und konnte deshalb nicht kommen.
Also bin ich mit Björt losgeritten. Heute mal wieder mit Sidepull – aber mit Sattel. Björt war auch klasse. Ist gut gegangen und war einwandfrei zu halten. Bis der kleine Hengst angaloppiert kam und seine Show abzog. Da wollte Björt auch Showstar sein. Das ist so niedlich wenn sie sich aufspielt. Mit Sidepull hatte ich dann ab der Borstenbachbrücke auf ihrer Rennstrecke natürlich keine Chance sie zu halten. Da niemand auf der Strecke spazieren ging, durfte sie sich austoben. Björt hat das genossen.
Als ich dann mit Svandis etwas hin und her gelaufen bin und ihr den Verband wieder erneuert habe, hat Björt sich wieder furchtbar aufgeregt.
Svandis ist gut gelaufen, tritt trotz der recht großen Wunde am Hufballen aber sehr gut zu und will sich auch bewegen. Macht gute Fortschritte.

Sonntag streckte mich feine Migräne nieder. Ging gar nicht. Medikamente schon Nachts genommen wirkten nicht. So konnte ich nicht wirklich meiner Mutter „einen schönen Muttertag“ bereiten.

Am frühen Nachmittag bin ich dann doch mit Björt losgeritten.
Ich habe mal im Wald den ausgewiesenen Reitweg ausprobiert. Zu 95 % geschottert. Gut das ich Björt die Hufschuh angezogen hatte. Die Strecke war echt nicht so toll. Immerhin weiß ich aber nun, das man den Reitweg mit Hufschutz wieder reiten kann. Der Schotter ist so ziemlich festgefahren und etwas Laub und Erde ist auch wieder drauf, aber noch immer zu viel Schotter. Um Björt wenigstens etwas Freude zu machen durfte sie auch 2 mal galoppieren. Einmal auf einem „frisch umgepflügten“ Waldweg – der zum Reitweg gehört. Da wo die Forstarbeiter Bäume gefällt haben und die Wege mit ihren Maschinen total aufgewühlt haben. Die Bäume sind weg, die Äste liegen noch kreuz und quer. Ich wollte dort eigentlich auch nicht so wirklich galoppieren. Nur hatte ich ein mittelschweres Kommunikationsproblem mit Björt. Wegen der Äste und dem tiefen Boden zog sie sich dort im Galopp einen Hufschuh aus. Durch das Fersenband mussten wir nicht zurück und den Schuh suchen. Nur wieder anziehen. Beim zweiten Galopp auf leicht ansteigenden aber festem Waldboden hielten die Schuhe – überhaupt kein Problem – obwohl Björt echt losgerannt ist. Wir waren etwa 1 1/4 Stunden unterwegs.
Svandis habe ich dann wieder die Füße versorgt – seit ich da wieder Effektive Mikroorganismen zur Wundversorgung nehme, heilt das viel viel besser ab als mit Jod oder Betaisadonna.
Sonntagabend war ich früh im Bett. Meine Eltern hatten mir von meinem Bruder Migränemittel mitgebracht – hat mich dann niedergestreckt, aber geholfen.

Samstagvormittag war ich mit meinem Vater unterwegs um Pferdehänger anzusehen (nicht sehr erfolgreich)
Nachdem dann daheim etwas arbeiten angesagt war – wie Stall misten, Heuabwerfen und sowas – kam am Nachmittag Kirsten und wir machten mit Björt und Svandis einen kleinen Spaziergang. Dort entdeckten wir ja Shetty-Hengst und Stute, die auf einer Hangweide mit ein paar Schafen und Ziegen stehen.Der Shetty-Hengst war sehr interessiert an Björt und Svandis. Björt ist zur Zeit auch rossig, das kam sehr gut an bei dem Rappschecken. Meine Damen fanden den kleinen Mann auch ganz toll. Hach, was war das aufregend 2x an der Weide vorbei zu gehen. Svandis spielte sich selbst fast auf wie ein Hengst und Björt beschäftigte Kirsten auch ganz ordentlich.
War aber ein schöner Spaziergang.

Sonntag – 03.05.09 – bin ich kurz mit Björt in die Runde geritten. Und den Rest des Tages habe ich im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen.

Dienstag, als Kirsten und ich spazieren gegangen sind mit den Pferden, ging Svandis toll mit. War richtig fix die gute. Ein paar Stunden danach und Mittwoch früh ging sie allerdings ziemlich steif und klamm – war vielleicht für den Anfang doch zu viel – die kleine Minirunde (max. 10 Minuten) ??? Gestern abend ging sie gut und auch heute früh war toll. Auch kein Puls…

Svandis geht hin und her – belastet alle Füße und hinten Rechts ist auch ziemlich gut verheilt. Unter dem Huf das geöffnete Geschwür sifft nicht mehr, dort am Hufballen das von mir geöffnete Eiterpustelchen ist auch zu, nur am Kronrand sieht man noch eine ca 3 cm lange 0,5 cm breite Linie – entweder ist der Siff da nicht richtig rausgekommen, oder oder es hat sich etwas nachgebildet. Jedenfalls heilt es dort nun auch ab. Offen ist da nichts mehr und auf Druck kommt auch nichts mehr raus. Tut aber offensichtlich noch weh, wenn man draufdrückt….

Vorn rechts der Hufballen wird auch besser. Gestern konnte ich den losen Hautlappen aus dem Eiterkrater endlich herausziehen. Nun kann das da auch abheilen. Muss nun nur aufpassen, das sich kein wildes Fleisch dort bildet. Und es darf nicht weiter an den Kronrändern aufreißen.

Mit Björt bin ich gestern die Hausrunde geritten. Björt ist goldig, die war nur toll. Als wir plötzlich einen dicken Haflingerhintern (locker das doppelte von Björt) vor uns hatten, wurde Björt richtig groß. Total niedlich. Der Haffi erstarrte erst und dann….. oh oh… nix mehr Schlaftablette… Sicher mehr als 500 kg kamen in Bewegung. Die Reiterin hatte alle Hände voll zu tun. Trabte dann von uns weg, und ab Borstenbachbrücke den Berg hoch hörte ich Galopp. Björt durfte natürlich nicht hinterher rasen. Am Waldausgang/Übergang zum Feldweg hatten wir die aber wieder eingeholt. Ich kannte aber weder Reiterin noch Pferd. Zumindest kann ich nicht zuordnen, wo ich die „hinstecken“ soll..
Naja, und das war auch so ziemlich das Highlight der Woche…

Vor einem Jahr hat mir am Maifeiertag ein Hund den linken Ringfinger gebrochen.
So richtig Bewegung ist nicht wieder reingekommen in das obere Fingerdrittel. Aber der Finger schmerzt immerhin nicht mehr….

Dieses Jahr wurde (deshalb?) kein Pferdeapaziergang im Wald gemacht.
Am frühen Nachmittag habe ich die Pferde versorgt und sie etwas grasen lassen. Anschließend habe ich Svandis die Schuhe ausgezogen, aber die Watte drumgelassen, sie sollte einfach etwas Luft dran haben. Während ich Hof von Eichenblüten und Dreck befreite, versuchte Svandis sich von der Watte zu befreien. Leider hat sie vorn rechts dabei herzhaft in ihren Hufballen gebissen. Das sah ziemlich blutig aus, als ich es entdeckte. Nach kurzem auswaschen mit Wasser und abtrocknen sah es aber nicht mehr so schlimm aus. Also Jodersatz drauf und neu verbunden – ab in die Hufschuh. (die Teile sind so praktisch)

Dann Björt gesäubert (2 Eimer Haare…) gesattelt, Hufschuh an und los. Durch Oberbecksen ganz toll. In den Wald wollte ich nicht, da am Rütli riesen Party war und zum 1 Mai sicher Tausende von Spazeirgängern im Wald.
So führte ich den Habichtsweg hinab. Vor dem Aufsteigen Hufschuh nachgestellt und da dachte Björt sich schon „Am Bach lang und laufen, laufen, laufen“ Ich hab sie verarscht!! Ab da galt : NEUE WEGE GEHEN
Naja, ich kenn die Wege logischerweise, nur Björt ist da nur mal irgendwann mit meiner Mutter und mir spazieren gegangen, als wir sie neu hatten. Danach nicht mehr. Wir sind zu meiner Tante geritten. Der Hinweg wag ca 5.5 km lang. Zurück bin ich dann eine andere, viel kürzere Strecke geritten. Den steilen Berg hinauf zum Franzosenstein ist Björt im Galopp bis oben hin gekommen. Wittelstraße, Loher Busch, ins Wäldchen und nach Hause (nochmal mit Galopp) Rückweg so ca 2,5 km
Björt war am pusten und patschnass geschwitzt, sah aber ziemlich zufrieden aus. War ein toller Ausritt.
Die furchtbar laute Musik vom Rütli haben wir die ganze Zeit gehört. Der Wind stand so „günstig“