Endlich Urlaub! Muss auch mal sein.
Montag (Tag 1) hat mein Vater noch eine Wand in meinem Badezimmer verputzt. Ich habe immer Zementmörtel, Maurermörtel und Wasser herangeschleppt. Treppe rauf, Treppe runter. … Habe meine Beine schon arg gemerkt.
Montagabend kam auch Thomas um bei Svandis die Füße wieder in Form zu bringen. Also fix die Flex gezückt und nach 30 Minuten waren die Hufe wieder schick und Svandis konnte gleich wieder besser laufen. Zunächst bekam sie jedoch ihre geliebten Therapieschuhe über. Nicht das gleich zu viel Druck auf den Hufen ist. Björt bekam eine kleine kosmetische Behandlung an den Vorderhufen. Hinten war noch okay. Abends bin ich noch eine kleine Runde mit Björt geritten und anschließend wurde mit beiden Pferden ein Spaziergang gemacht.
Dienstag (Tag 2) Grünlandbekämpfung
Es sah schon morgens furchtbar nach Regen aus. Doch das lange Rasengras musste ab. Der Rasenmäher saß ständig zu, weil das feucht Gras verklebte, doch irgendwann – so nach 2 Stunden – waren die Rasenflächen wieder schön kurz. Dann haben wir den Wohnwagen voll gepackt, damit die Eltern in den Urlaub entschwinden können.
Mittwoch (Tag 3) Regen, Regen Regen
Morgens um 6.30 Uhr verließen die Urlauber den Hof Richtung Schwarzwald/Markgräflerland. Hoffentlich haben sie dort schönes Wetter. Der Mittwoch war hier super verregnet. Die Pferde hatte ich auf der Weide während ich den Stall gemistet habe. Wegen des Wetters Svandis natürlich ohne Schuhe auf die Wiese gelassen. Als ich die Damen wieder einfangen wollte, fing Svandis an zu bocken und zu galoppieren. 2 volle Runden im Galopp über die Wiese, und immer wenn ich bis auf einen Meter ran war, ist sie wieder losgespurtet. 🙂 Geht also doch! Weil die Hufe und das Fell so nass waren, bekam sie keine Schuhe an – dennoch bewegte sie sich im Paddock sehr viel – mehr als die letzten 2 Wochen auf jeden Fall.
Am Abend wurde ich von Claudia abgeholt. Es war mal wieder Kino angesagt. „Duell der Magier“ sollte es sein. Im Vorfeld hatten wir eigentlich nicht wirklich Gutes über den Film gehört/gelesen. Doch sooo schlecht fanden wir den nun nicht. Kurzweilige Unterhaltung für einen verregneten Tag.
Askja freute sich sehr, als ich wieder heim kam. Allein sein findet sie einfach doof.
Autor: Birgit
Wetter ausgenutzt
Heute früh war ich wohl wieder mal sehr blass, wie meine Mutter meinte. Hmm – so schlecht gings mir gar nicht.
Bin nach dem Frühstück zu den Pferden raus und habe sie gesäubert. Dann bin ich mit beiden bis zum Backsweg und zurück gelaufen. Svandis braucht die Bewegung. Zuerst trat sie vorn nicht so gut zu, lief sich dann aber ein. Ich hoffe, das das mies gehen morgen nach dem Hufe machen wieder vorbei ist. (Kein Puls, keine Wärme…) Zur Zeit hat Svandis gepolsterte Equiboots an, weil ich ihr die Zehenspitzen ziemlich eingekürzt habe und dabei etwas Schmadder fand. Soll sich nicht entzünden.
Wegen heute reiten war ich ziemlich unschlüssig – schon wieder nur eine kleine Runde hier um den Pudding – oder hoch in den matschigen Wald, oder mal wieder zum Reitplatz??? Irgendwann entschied ich mich für Reitplatz. Ich habe beide Damen geholt. Beide gingen so problemlos in den Hänger, das es schon gespenstisch ist. Die 15 Minuten Fahrt zum Reitplatz waren auch ok. Wegen Baustelle und Co. musste ich heute zwar den Backsweg hoch fahren, aber der Yeti hat den Hänger da echt locker hochgezogen. Bin immer noch total begeistert von meinem Auto. Das Ausladen am Reitplatz auch ohne Schwierigkeiten. Die neuen kurzen Hängeranbinder sind auch prima.

Auf dem Platz habe ich beide erst ein bißchen so laufen lassen. Mit Björt reiten war auch fein. Nach dem ersten umher rennen und nicht zuhören, klappte das dann auch immer besser und Madame konnte am langen Zügel auch mal Hufschlagfiguren gehen, oder mit Gewicht gelenkt werden, auf ganz leise Stimmkommando halten. Die letzten 20 Minuten brauchte ich fast gar keine Zügel. Es ging alles über Stimme und Gewicht. Svandis lief noch etwa 20 Minuten mit meinem Vater über den Platz, also während ich geritten bin, ist er mit Svandis gelaufen. Reiten will er nicht, und das kann Svandis auch noch nicht wieder. Wir müssten echt vermehrt mit Kindern üben. Doch wo soll ich mir die stehlen???? 🙂
Wieder verladen – okay, kurzes Zögern bei Björt – ungefähr 10 Sekunden. Svandis ging sofort rein. Heimfahren auch gut geklappt. Ponys ausladen und dann Hänger sauber machen. Und dann war „Feierabend“
10 Minuten
können manchmal sehr entscheidend sein.
Heute früh bin ich etwas „zu spät“ losgefahren. Hab beim Frühstückszeitung lesen nicht so auf die Uhr geschaut. Eigentlich war das mein Glück
Ich fahre morgens durch Rehme, dann rechts auf die Mindener Straße und sofort links auf die Dehmer Straße….. und genau da hat es heute früh sehr sehr doll gerumst. Ein LKW, aus Richtung Autobahn kommend, ist wohl bei ziemlich dunkel Orange in die Kreuzung gefahren und hat 2 Linksabbieger, die definitiv Grün hatten, voll erwischt. Ein PKW Fahrer verstarb noch an der Unfallstelle, eine Fiat-Fahrerin wurde schwer verletzt von Unfallbeobachtern aus ihrem brennenden Auto geholt. Dem LKW Fahrer ist, außer einem Schock, nichts passiert. Meine Kollegin, die meist so 5 – 10 Minuten vor mir die Kreuzung passiert – hat den Unfall erlebt, sie stand den ganzen Tag auch neben sich. Sie war das 4te Auto an der Ampel. Wäre sie vorn gewesen….
Als ich kam, war die Feuerwehr am Auto löschen und die Notärzte noch am Verletzte versorgen und reanimieren. Die Polizei sperrte die Linksabbiegerspur ab – stand ja alles voller Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei. Aus Vlotho kommend wurden alle nach rechts über Werste umgeleitet. Aus Richtung Oeynhausen mussten wir entweder über Autobahn (was mich nie weitergebracht hätte) oder um Rehme herum, und wieder quer durch bis zur Stadtmitte/Eidinghauser Str…. So kam ich 15 Minuten später als sonst ins Büro, was ja echt egal war. Hauptsache gesund haben meine Kollegin und ich heute beschlossen. Wären wir „pünktlich“ gewesen… Evtl wären wir nicht mehr.
An der Kreuzung donnern die LKW ständig bei rot rüber – ich fahre dort schon immer recht vorsichtig, wenn ich an erster Stelle stehe. Heute, das war echt hart, sowas zu sehen…
Sonntag im Regen
Das Wetter will einfach nicht besser werden. Heute früh kam immer mal wieder ein Schauer runter und ich musste auch erst abwarten, bis die Kopfwehmittel ihre Wirkung taten.
Am frühen Nachmittag waren meine Eltern und ich im Kalletal um bei einem Isländerturnier der dortigen SAGA Reitschule zuzusehen. Natürlich war der Boden dort auch von den heftigen Regenfällen in Mitleidenschaft gezogen. Einige Prüfungen und Vorführungen fanden daher auch in der Reithalle statt. Die Endausscheidungen der Töltprüfungen und die Viergangprüfung jedoch draußen auf der Ovalbahn. Nach der Viergangprüfung setzte wieder starker Regen ein, und so verließ uns die Lust am Zusehen. Wir haben es vorgezogen nach Hause zu fahren.
Später bin ich doch noch geritten. Habe eine Regenpause genutzt. Björt war bißchen wuschig, da ich die Reflektorweste über die dünne Sommerregenjacke gezogen habe. Björt mag die Weste nicht. 😉
Wir sind durchs dorf und am Bach lang zurück. Plötzlich stand da mitten auf dem Weg eine Absperrbake. Kein Ding, geht man drumherum. Björt wollte gleich Gas geben, weil der Berg rauf ja eine ihrer Galoppstrecken ist. Doch ich wollte nicht, da man ja nicht weiß ob da ein paar Spaziergänger rumlaufen oder nicht. Doch dann sah ich die Bescherung! Teilweise war ein drittel des Weges weggeschwemmt, teilweise war nur noch ca 40 cm Weg vorhanden (Wegbreite 2,5 m) Es muss da Donnerstag/Freitag echt heftig gewesen sein. Der Weg war bis zu nem halben Meter tief ausgespült und weggeflossen. Björt hat dann auch eingesehen, das sie dort nicht hochstürmen darf. Im kleinen Wäldchen und auf dem Feldweg durfte sie doch noch Galoppieren und Tölten. Hat sie auch fein gemacht. Dann bin ich noch mit Svandis spazieren gegangen. Als ich oben auf der Straße war, sah ich, das mein Vater Askja hinterher geschickt hat. Die Kleine hat uns auch schnell eingeholt und lief noch brav mit. War ein gutes Laufen, Svandis war recht flott. Danach noch Füttern und dann wieder rein ins Haus. Muss mir gleich erstmal eine Wärmflasche machen, bin doch bißchen durchgefroren.
Und der gerade einsetzende Starkregen verhindert, das ich Fernseh gucken kann. Mal mein DVD Regal durchforsten
Schietwetter
Anfang der Woche Regen und Kopfweh. Naja…
Mittwoch habe ich es mal gewagt, einen Versuch mit Handpferd zu starten. Auf dem Reitplatz hat es ja schon 1 1/2 mal geklappt. Aber ich wollte Mittwoch „zu viel“ Björt ohne Sattel und nur mit Sidepull und Svandis sollte neben her laufen. Hat nicht geklappt. Björt ist gleich losgerannt, als ich raufgehüpft war, und Svandis blieb wie angewurzelt stehen. Schlechte Kombination. Half nur Svandis loslassen, die rennt eh nicht weg. Björt nach 50 Meter Töltspurt angehalten bekommen. Habe mich dann zu einem Spaziergang mit den Damen entschlossen. Wenn ich zwischen den beiden gehe, ist das auch kein Problem, das sie nebeneinander her gehen.
Donnerstag und Freitag versanken wir im Starkregen. Zum Glück haben wir keine Überschwemmungen im Keller und in der Garage gehabt. Nur im Garten ist wieder etwas Erde geflossen, und wie üblich ist der Paddocksand weggeflossen. Also nichts schlimmes.
Heute scheint das Wetter mal mitzuspielen. Noch scheint die Sonne. Vielleicht bleibt es ja mal trocken.