Gegen 13.45 Uhr sind mein Vater und ich in den Schnee. Ich habe bei den Pferden abgeäppelt, d.h. Äppel im Schnee geortet – aber sicher nicht alle gefunden. Wasser aufgefüllt und so weiter. Heu aufgeschüttelt und neu verteilt.
Und dann lief der Holder. Mein Vater fing an mit dem Holder Schnee zu schieben. Ich dann mit Schieber bewaffnet hinter her und Reste weggeräumt. Und die Garageneinfahrt habe ich komplett geschippt, da es dort mit Holder nicht geklappt hat. Es musste zwar niemand weg, aber wenn da noch mehr draufgeschneit hätte, dann hätte es morgen mit dem wegfahren noch länger gedauert. Mit dem Schnee schippen waren wir dann so kurz vor 15 Uhr fertig.
Ich habe Björt gesattelt und bin über Straße nach Vlotho zu Oma geritten. Oma brauchte wieder EM (effektive Mikroorganismen) und da das mit dem Auto hinfahren übel wird bei solchem Wetter, Italiener ohne Allrad, hab ich mich für Allhufantrieb entschieden. 2 Liter EM in einer Tasche an den Sattel gebaumelt und losgeritten. Leider hab ich vergessen, das Björt ein Isländer ist und das das GENAU ihr Wetter ist. Holla die Waldfee!
Zur Oma hoch ging es dann ja einigermaßen, außer das Björt die verschneiten Wege mit einer Rennstrecke verwechselte. Das ich bei Oma dann abstieg irritierte Björt sehr. Pony am langen Zügel (die neuen mit Snaps – ganz lang) einseitig ausgehakt, so konnte ich bis zur Haustür, ohne das Björt vom Weg musste. EM abgeliefert. Dann verschneiten Weg bergab zum Waldeingang – und dort gab es kein Halten mehr. Björt ist in einem Affenzahn den verschneiten Waldweg hoch. Ich hätte sie auch gar nicht halten können. Gut das sie so trittsicher ist. Hat heute den ganzen Berg geschafft. Auf der ebenen Strecke – so Höhe Wasserspeicher – schnaufte sie dann aber richtig durch. Hat sogar mal 150 m Schritt durchgehalten bevor sie wieder das Tempo vorgab. Schnellen Tölt. Als dann ein Hund um die Ecke schoß und Björt sich erschrak, da wollte sie doch im Galopp weg. Unschön, aber ich hielt sie. Auf dem schönen leicht ansteigenden Weg Richtung Rütli durfte sie dann nochmal Tölten. Wollte definitv mehr, durfte aber nicht. Kurz vor Parkplatz bin ich abgestiegen. Der Berg am Rütli zur Reithalle runter war von Schlittenfahrern bevölkert. Kann man ihnen ja auch nicht verdenken. Aber manche haben echt das Hirn ausgeschaltet. Habe ja absichtlich geführt, und zwar da wo man nicht mit dem Schlitten fahren kann. Ist ja nicht so schön, das die an einem juchend und schreiend vorbei rasen. Freilaufende Hunde gab es da natürlich auch – und der eine (Will nur spielen) Hund kam auch wieder geduckt auf die Hinterbeine zu. Ich hab nur gesagt „die tritt gezielt“ und Björt winkelte auch so passend das Bein an. Plötzlich kann Herrchen den Hund zurückrufen und sagen „das Pferd ist böse….“ (mir egal – soll den Köter bei sich halten)
Unten bei Gabi bzw. an der Straße bin ich wieder aufgestiegen und heim geritten. Da war Björt wieder völlig ruhig – war auch kein Spaziergänger oder Rodler in Sicht.
Björt wurde eingedeckt, ich hab Svandis geholt – die absolut schön im Paddock herum trabte und guckte wo Björt und ich bleiben. Wir drei sind dann noch so 15 Miunten spazieren gegangen. Svandis trat von Anfang an sehr gut zu. Und sie ist unheimlich aufgeweckt zur Zeit. Klar – das Wetter mag sie auch.
Dann waren wir alle nass und durchgefroren.
Trotz stetem Schneefall war das Reiten und Laufen sehr schön.

Donnerstagabend fing der Schneefall an, aber nicht so arg. Freitagfrüh lag dann leider etwas mehr, und das zur Arbeit gelangen war schon nicht so ganz einfach, da bei uns ja der Südweg nicht (und die Straßen bis zum Borweg nicht früh) geräumt werden.
Freitag bekam ich dann endlich auch einen Sack Futtermöhren…
Abends schneite es sich immer mehr ein.
Samstagvormittag lag schon ganz nett etwas.
Kirsten und ihre Schwester Katrin kamen so kurz nach 14 Uhr. Da war ich gerade am Heu abwerfen. Ich hatte Kirsten extra gesagt, Auto oben an der Straße lassen, weil der Südweg doch nicht so frei war. Sie haben dann schnell das Heu mit an die Seite gepackt und alles wieder sauber gefegt, und dann Ponys gesäubert und wir sind die Hausrunde spazieren gegangen. Verschneiter Wald wäre schön gewesen, aber um dahin zu kommen erstmal vereiste Wege gehen. Neee, wir sind nur die Hausrunde gelaufen. Svandis erst steif, lief sich dann aber gut ein und ging nach einigen Metern ganz klar.
Katrin hatte Askja an der Leine. Backsweg runter war eine sehr rutschige Angelegenheit. Im Vlothoer Teil der Gegend hier ist es auch nicht besser als in Oeynhausen. Alles „natur“. Man gut das die Entscheidungsträger nicht hier oben wohnen. Dann würde nämlich sicher geräumt!
Im Wäldchen an der Borstenbachbrücke haben wir dann probiert mit Svandis und Björt über ein zugefrorenes „Flüsschen“ zu gehen. Mensch muss wirklich nur einen großen Schritt machen – Pferd stirbt aber, wenn man da rüber soll. Beide Pferde gingen nicht einen Zentimeter über das Bächlein. Haben wir wieder was, was man üben kann solange es gefroren ist. Nach knapp 40 Minuten waren wir wieder daheim.
Und kurze Zeit später setzte der Schneefall ein, der sich die ganze Nacht hielt.

Bei unseren Nachbarn wurde heut früh um 9 Uhr schon beim Abäppeln einen Heidenlärm veranstaltet, war ich dann auch wach.
Bin zu Björt und Svandis, die standen total übernächtigt im Paddock und starrten immer zur Heuwiese hoch. Da lag so ein roter Pergamentballon – diese Chinesischen Glücksballons oder wie die auch immer heißen. So ein Rotes Ding auf der Wiese ist natürlich gefährlich und beißt kleine Pferde. Nach dem Füttern und abäppeln habe ich das Ding dann da weggeholt. Endlich konnten beide Pferde dann entspannen.
Askja spielte früh schon mit Lucky einem Dackel-Terrier-Mix hier aus der Nähe. Frauchen und Lucky machten um die Uhrzeit schon einen kleinen Spaziergang.
Da es schon 10 Uhr war, und ich durch die Kälte wach, habe ich frühstück für mich und die Eltern gemacht.
Um halb 12 habe ich mich dann auf mein Sofa geworfen und bis kurz nach 14 Uhr geschlafen. War dann aber doch bei den Pferden. Habe Björt und Svandis an der Longe laufen lassen. 2 Stellen ausprobiert – der Boden ist zu hart. Svandis ging geradeaus toll, aber im Kreis an der Longe ging nicht gut. Björt wollte gern mehr, aber der Boden war selbst ihr zu schlecht. Sie versuchte mal nen Galopp, aber nee – ist doch im „Schrölt“ ausgewichen. Habe beide auch nur so je 10 Minuten an der Longe gehabt. Beide Pferde hatten nicht die rechte Lust zum Longieren. Es war auch so arg nass-kalt. Seitdem wird mir auch wieder nicht richtig warm.
Den Nachmittag habe ich dann mit Wärmflaschen und Kuscheldecke auf dem Sofa verschlafen.

Die Woche bisher war wieder wenig los.
Sonntag bin ich völlig unmotiviert mit Björt 30 Minuten geritten. Sie war gut drauf und ging schön, aber ich hatte so zu nichts Lust. Bin mit Svandis dann auch nur 10 Minuten spazieren gegangen.
Da ich Montag und Dienstag lange arbeiten musste, habe ich nichts mit den Pferden gemacht.
Hat sich gerächt, Mittwoch war Svandis steifer. 🙁
Liegt wohl aber auch an der eisigen Kälte.

Silvester nach der Arbeit zum Landhandel, Hafer, Hundeleckerlie und Pferdeleckerlie geholt – 3 Sorten Mineralfutter die Beschriftung studiert und überall so fett Kupfer drin. Nicht mitgenommen. Gibt es eben kein MiFu
Futtermöhren hatten die letzte Woche schon nicht – und nun wieder nicht. Auch im 2ten Handel keine Futtermöhren – in beiden Fällen hat der Zulieferer sie versetzt und sie hoffen auf Freitag oder Samstag.
Daheim dann den 50 kg Hafersack allein aus dem Auto gewuchtet und in den Stall geschuftet. Ich war ein bißchen schwach auf der Brust gewesen. Habe mir den Sack daher auf einen Blumen-Roll-Untersetzer gewuchtet – das Ding ist fast unter der Last zusammen gebrochen. Aber sonst war ok, hab’s hinbekommen – wie immer.
Nachdem im Stall alles klar war, habe ich mir die Pferde geschnappt und bin 20 Minuten gelaufen. Björt wollte gern mehr – bis der erste Idiot geböllert hat, da zog sie Richtung Heimat. Das Problem war, das das Böllern Svandis gar nicht störte und sie weiter wollte – und ganz übel, Askja ging auf Angriff über und wollte den Übeltäter stellen. Und in solchen Fällen hat der Hund ein großes Ohr-Problem. Das klappt mit dem Gehorchen dann gar nicht. Naja, wir 4 haben die 20 Minuten gut geschafft.

Abends kam Claudia. Ich bruzzelte uns Gyros in der Pfanne, Pommes machte der Backofen und währende des Essens haben wir die erste DVD geschaut.
Claudia hatte 3 Filme mitgebracht. Alle waren sehr gut, und wir kannten noch keinen der 3 Filme. (Der Illusionist, Clone Wars und Die Mumie III) Hatten einen kurzweiligen Abend.
um Mitternacht zu den Pferden in den Stall – An Leckerlie waren sie beide sehr interessiert. Vom Feuerwerk haben wir nur Flackern im Nebel gesehen und die Böller gehört. Doch es hielt sich sehr in Grenzen in der näheren Umgebung. Björt war trotzdem sehr guckig. Svandis suchte nur nach Leckerchen und freute sich über frisches Heu und Äpfel. Nach ca 30 Minuten sind wir wieder ins Haus. Björt und Svandis blieben im Paddock, aber sie waren recht ruhig.
Als Claudia um 2 Uhr gefahren ist, waren immer noch ein paar Hampel am knallen.
Die Pferde haben noch immer im Paddock gestanden und geguckt…

Nun ist Weihnachten auch rum – und alles wird wieder normal.
Heut früh war Birgit auf der Suche nach Möhrchen….
D.h. erst nach Vlotho zu Uhren Albrecht, 2 Batterien in Uhren machen lassen. (Im WerrePArk dauert das auswechseln einer Batterie 1 Woche und kostet 8,50 Euro, bei Albrecht dauert es 30 Minuten und kostet 5 Euro) in der Zeit in der Ich auf die Uhren hätte warten können, bin ich aber zu Klocke nach Uffeln gefahren – da wurde mir gerade der letzte Sack Futtermöhren vor der Nase weggeschnappt. Also dann doch nur im WEZ Uffeln etwas eingekauft. Fix die Uhren abholen und beim Loher Getränkemarkt vorbei. Dort hatten sie diese Woche aber keine Möhren bekommen. Nächste Woche erst wieder. Auch bei Klocke erst Mittwoch wieder…. Hmm – müssen Björt und Svandis eben ohne Möhren auskommen. Gibt es Äpfel, die haben wir noch.

Am Nachmittag habe ich etwas Heu vom Dachboden geholt und dann erschienen auch schon Kirsten, Ralf un Luca. Pferde gesäubert und Hufschuhe angezogen. Beide Pferde bißchen heftig drauf. Björt war nur am rumhampeln als es losgehen sollte. Die hatte wieder Hummeln im Hintern. Darum durte Luca auch erst oben an der Straße aufsteigen. Kirsten musste Björt erst ruhig bekommen. Svandis ging den Südweg lieb hoch, legte dafür auf der Straße gut los. Wir sind dann den Backsweg hoch, das baut Weihnachtsspeck bei den „Reitern“ ab. Dann eine Runde im Rütli-Wald um den Wasserspeicher herum gelaufen und den steilen Feldweg wieder runter nach Hause. Waren gut 1,5 Stunden unterwegs. Den Pferden hat es gefallen.
Im Wald begegnete uns ein (Großpferd)Reiter – da war für Svandis alles vorbei. Madame kann durchaus steigen, ausschlagen und überaus böse schnauben! und bei dem Rumgehampel halten komischerweise die Hufschuhe.
Man, das ist schon ein bißchen viel Pferd was man da so in der Hand hat wenn sie loslegt.
Ich glaub wenn sie so weiter macht, kann ich evtl schon „bald“ wieder an das Reiten denken. Sie tritt echt gut – auch in der Hütte/dem Paddock.

Liebe Grüße