30.12.2010
Nach fast 24 Stunden am Ladegerät hat sich die Autobatterie erholt und der Yeti schnurrt wieder.
Probefahrt – alles fein.
Ob ich mir trotzdem besser eine neue Batterie zulege???
Winter ist hier auch immer noch. Der Südweg ist irgendwie nur durch die hohen Schneemauern vom Acker zu unterscheiden.
26.12.2010
keine Garageneinfahrt mehr zu erkennen – wieder 10 – 15 cm Neuschnee über Nacht
Wer wollte nochmal weiße Weihnacht???
24.12.2010
Wenigstens die Pferde hatten Spass und konnten im Tiefschnee herumtoben.
Svandis rannte Runde um Runde im Galopp durch die Wiese und auch Björt gab ordentlich Gas. Für die war das ein schönes Weihnachtsgeschenk.
Am Nachmittag haben wir nochmal eine Stunde Schnee geschoben, war ja schon wieder alles zugeschneit. Nun scheint es sich beruhigt zu haben, mit dem Schneefall.
Wollen wir hoffen, das wir heute über Nacht nicht wieder einschneien…
20.12.2010
Es schneit und es ist kalt. Irgendwie habe ich keine Lust mehr auf so einen Winter. Das Wochenende über haben wir den Großteil des Tages damit verbracht, das weiße Zeug an die Seite zu schaffen. Auf dem Hof wurde schon ein ordentlicher Schneehügel zusammengeschoben. So einfach bekomme ich den Pferdehänger da jedenfalls nicht mehr raus. 
Und täglich kommt etwas mehr auf den Hügel.
Samstag bin ich am Nachmittag ein paar kleine Runden mit Björt um unsere Heuwiese geritten. Sie hatte ordentlich Lust zu laufen und das durfte sie auch.
Mit Svandis bin ich ein paar Mal vor dem haus hin und her gelaufen und auch einmal durch den Tiefschnee zum Wald und zurück. Bei dem Schnee war ich dann mehr am schnaufen als das Pferd.
Sonntag habe ich die Pferde nur auf der Wiese laufen lassen. Bißchen mit der Longierpeitsche für Motivation gesorgt. Aber die beiden wollten auch von sich aus etwas herum toben.
Heute hatte ich mir einen freien Tag gegönnt. Ein bißchen Überstunden abbummeln. So habe ich morgens mit meinem Vater in 2,5 Stunden den Hof und die Garageneinfahrt vom Schnee befreit, der über Nacht gefallen war. Vater hat mit dem Holder auch den Südweg geräumt. Sonst würde da der Briefträger oder auch Besucher nicht mehr hoch und runter kommen. Für die Stadt liegt der hintere Teil von Oberbecksen außerhalb des Räumungsplans.
Am Nachmittag bin ich dann mit Björt eine Runde geritten. Björt sah natürlich nur unendliche, weiße Weiten und machte richtig gut Tempo. Die Wege ließen das auch gut zu. Die Schneeschicht auf den Straßen war festgefahren – weil ja nicht geschoben wird, und glatt war es so auch nicht. Björt ist nicht einmal gerutscht. Und sie hatte wieder richtig Spaß am Laufen. Doll am Schwitzen war sie nicht, als wir heim kamen, doch zur Sicherheit bekam sie ihre Abschwitzdecke über.
Mit Svandis bin ich zum Backsweg und zurück gelaufen. Nicht wieder durch den Tiefschnee, das war mir zu anstrengend. Svandis lief auch gut mit und war recht munter. Reiten wollte ich sie nicht, da bei dem Wetter die Schuhe nicht optimal sind. Die sind zwar weich und für Spaziergänge oder Schrittausritte gut geeignet, doch da aus Stoff sind die schnell nass und scheuern dann. Zudem haben die eine glatte Sohle, so das rutschen vorprogrammiert ist. Das will ich natürlich nicht. Im Paddock und zum so laufen braucht Svandis keine Schuhe.
Nach dem Reiten habe ich noch Heu vom Dachboden geholt und den Pferden etwas warmes Wasser gebracht. Und dann schnell ins Haus – aufwärmen.
So hatten wir ein schönes langes Wochenende
09.12.2010
Die letzten Tage hatten die Pferde viel viel Freizeit. Der Schnee, bzw. die Glätte unter dem weißen Zeug, hält vom Reiten ab. Bißchen auf dem Hof hin und her laufen, dabei versuchen nicht auf die Nase zu fallen, das war’s.
Und für die nächsten Tage ist Wärme und Regen angesagt, auch nicht besser.
06.11.2010
So gegen 15.30 Uhr war die Samstagsarbeit daheim erledigt und ich bin zu den Pferden. Beide waren noch immer nass, weil sie morgens im Dauerregen standen, aber immerhin war es ja schon 2-3 Stunden nicht mehr am Regnen, so das ich reiten konnte.
Zunächst habe ich mir Svandis gesattelt und mit Sidepull versehen, vom Hocker aufgestiegen – ein Bestechungslecker und sie ging munter los. “Leider” standen am Südweg 2 Reiterinnen mit einem Pferd und unterhielt sich. Außerdem kam jemand mit einem großen Bulli den Südweg runter. Svandis konnte sich in Ruhe Pferd und Leute angucken. Als das Auto weg war, ging mein Pony auch flott mit mir weiter – ungefähr bis zur Hälfte vom Südweg. Da kam nämlich von oben die Nachbarin mit Kinderwagen und Hund runter. Das fand Svandis furchtbar gefährlich. Zunächst machte sie noch ein paar Schritte drauf zu, doch dann wollte sie rückwärts oder seitwärts auf Nachbars Heuwiese. Fand ich beides nicht prickelnd. Dann kam auch noch die Reitlehrerin den Südweg runter – da bockte Svandis auf der Heuwiese etwas herum, ich blieb aber sitzen und so schlimm fand ich das bocken nun auch nicht. Danach ging Pony total artig bis oben an den Südweg. Zunächst wollte sie nicht auf die Straße, aber absteigen kam so gar nicht für mich in Frage. Die merkt sich das doch, und ich hab nie wieder eine Chance. Sie ging dann auch bis zur nächsten Hofeinfahrt weiter, dort versuchte sie es nochmal mit auf die Heuwiese tänzeln und mal hinten hoch und vorn extrem tief runter… Doch 2 Klaps auf den Po hatten das dann schnell erledigt. Bis zum Backsweg lief sie dann fein weiter, dort einen großen Kreis gegangen um enge Wendung zu vermeiden und das gleiche Stück heim ging sie viel viel flotter und ohne murren. Südweg runter habe ich geführt, auf dem Hof und im Paddock Hufpuls kontrolliert – aber … es ist noch immer alles gut. Nichts warm, keine vermehrte Pulsation…
Wirklich, ich wundere mich immer noch, was die ihr in der Pferdeklinik Röntorf gegeben haben. Man kriegt es leider nicht aus denen raus… Es sei kein Schmerzmittel und kein Doping – eben ein Interferonpräparat – nur noch nicht zugelassen… Was für Stoffe die da bloß aus dem Blut der Pferde filtern, das es so extrem gut wirkt???
Dann bin ich mit Björt losgeritten. Die hatte heute wieder Hummeln im Hintern, war aber sehr gut zu handhaben. Ging sehr flott, hat aber zugehört. Galopp auf dem Feldweg auf der Wölpke – da spritze die Klappscheiße meterweit davon, gut das keiner hinter uns war. Die großen Pfützen hat Björt mir großen Augen anvisiert und ist dann mutig durch. Waren 2 schöne kleine Ausritte…
Wenn das Wetter morgen auch trocken ist, möchte ich wohl wieder zum Reitplatz.
10.10.2010
Heute Vormittag bin ich also wirklich zu Svandis gefahren.
Heute war der Stalltrakt wieder nur mit 3 Ponys belegt. Svandis, ein winziges Shetty, und ein Reitpony.
Die Luft war heute wesentlich besser im Stall als die letzten Male, und Svandis schwitzte heute auch nur ganz bißchen Richtung Euter – Innenschenkel. Als ich kam, war gerade einer der Ärzte mit einer Helferin auf seinem Rundgang. Er sagte mir, das Svandis gestern nochmal was von dem Spray bekommen hätte, seit Donnerstag ist sie die Hufverbände los, Dienstagvormittag würde der Schmied kommen. Und ich sollte doch ruhig mal einen kleinen Spaziergang mit Svandis machen, das sie mal frische Luft schnappt und was anderes sieht.
Na, das lasse ich mir dann doch nicht 2x sagen. Pony geputzt und nachdem sie sauber war Halfter drauf ein einmal die Straße rauf und runter gelaufen, an der Reithalle vorbei… bis zur Gutshofmauer… und zurück Knapp 10 Minuten. Svandis ohne sämtlichen Hufschutz. Sie trat besser zu als die letzten 2 Jahre. Egal ob Therapieschuhe oder ohne, so schön ging sie die letzten Monate nie!
Hoffentlich macht da der Beschlag – den die Tierärzte unbedingt wollen – nicht mehr kaputt als heile.
Svandis freute sich sichtlich raus zu kommen und ging sehr munter voran. Da kam auch der Glanz zurück in die Augen.
In die Box ging sie dann eher wiederwillig. Aber sie ging rein. Wir haben dann noch ausgiebig geschmust und so 11.45 Uhr bin ich wieder heim gefahren.
Am Nachmittag habe ich mir Björt fertig gemacht und wieder mit Hufschuhen ausgestattet. Wir sind die Runde durchs Dorf und am Borstenbach durch die Fuchsgrund zurück. Der im Juli/August bei Starkregen ausgespülte Weg wurde noch immer nicht geflickt. Wahrscheinlich ist da niemand für zuständig. Leider konnte ich nicht fotographieren, ich benötigte beide Hände für Björt, die immer meint dort auch “ohne Weg” galoppieren zu können. Ich behaupte das Gegenteil, und in dem Fall bin ich dann auch Chef.
Nach dem Ausritt durften Björt und Chico dann noch auf die Weide.
War ein schöner Sonntag.