09.06.2011
Tja, unsere kleine Askja (manche behaupten sie heißt Tiffy) ist nun schon 11 Jahre alt. Vor ein paar Wochen habe ich das erste Mal für sie Seniorfutter gekauft. Askja sah mich ziemlich verständnislos an und war von der Futterumstellung nicht sonderlich begeistert. Mittlerweile mag sie aber auch ihren Seniorenteller.
Heute war es dann soweit, das sie “nüchtern” beim Zahnarzt sein musste. Ich dachte ja so in meinem jugendlichen Leichtsinn, das das fix geht und wir das eben mal abends machen könnten. Aber da sie letzte Woche den Tierarzt nicht wirklich in ihr Maul gucken lassen wollte, ging es nur mit Vollnarkose. Heute früh um 8.30 Uhr also Askja beim Tierarzt abgegeben und um 10 Uhr kam der Anruf, das sie schon fertig und wach ist – “die will nur noch nach Hause”. Klar darf sie. Die Zähne sind wieder schön sauber, der Zahnstein ist weg. Leider musste auch ein Backenzahn gezogen werden, der hatte zu tief Karies. Der Zahn der mir am meisten Sorgen gemacht hatte – ganz hinten rechts – ist wunderbar in Ordnung. Warum der Kiefer dort eine Beule nach außen hat, ist nicht ersichtlich. Das Röntgenbild völlig unauffällig. Langsam kehren nun auch Askjas Lebensgeister zurück. Sie hat aber auch von 11 bis jetzt durchgeschlafen
06.06.2011
Am Mittwoch – 1.6. – haben wir die große Wiese gemäht und dann immer und immer wieder gewendet. Das überaus trockene und sogar heiße Wetter hat das Gras sehr schnell zu wunderbarem Heu weden lassen. 
So war es bereits am Sonntag soweit, das wir pressen konnten. Der Bruder hat dies bereits auch schon geschrieben.
Dank einiger netter Helfer, die alle kurzfristig zugesagt hatten mir zu helfen das Heu von der Wiese zu bekommen, hat es auch wunderbar funktioniert. Die alte Köla-Fahr-Rivale hat in diesem Jahr super durchgehalten. Nachdem letztes Jahr beim Pressen einiges nicht funktionierte und wir ständig reparieren mussten, lief es dies Mal einfach nur gut.
Während des Abladens des 2ten Hängers, verdunkelte sich der Himmel immer mehr und es fing an zu Grummeln und zu Donnern. So wurden vom 3ten Ladewagen und vom Miststreuer nur jeweils die oberen 2 Reihen abgepackt auf den Dachboden, und die Hänger sicher im Carport und Schuppen verstaut. Mit Yeti und Pferdehänger habe ich noch die letzten Bunde von der Wiese geholt.
Mit Erstauen sahen wir auf die Uhr – kurz nach 21 Uhr!!! Dennoch gab es für die Helfer noch Würstchen und Kartoffelsalat.
Die Pferde bekamen entsprechend sehr spät ihre abendliche Heuration. Den Hof haben wir noch gefegt und dann war gegen 23 Uhr aber wirklich Feierabend.
03.06.2011
Eine Freundin von mir wollte gern mal “fremdgehen” und da ich so ziemlich zu allen Schandtaten bereit bin, habe ich natürlich Ja gesagt. Den Tipp mit dem Mühlenhof Dudensen haben wir irgendwann mal über die Yahoo-Islandpferde-Liste bekommen. Reiten auf brasilianischen Gangpferden, den Mangalarga Marchadores. Alles über 145 cm ist mir persönlich ja schon zu groß, aber mal für einen Tag kann ich das wohl aushalten. Morgens um 6.30 Uhr meine Süßen gefüttert und auf die Weide geschickt. Geduscht, gefrühstückt und… irgendwie wieder total mit der Zeit vertan. Ich war der Meinung, Marion wollte mich um 8.15 Uhr abholen – sie war schon ne halbe Stunde eher. Also hab ich nur schnell das Abendfutter für Svandis und Björt vorbereitet und los ging es. Bereits um 9.30 Uhr waren wir in Dudensen (Ortsteil von Neustadt a.d. Rübenberge) auf dem Mühlenhof. Eigentlich ja erst ab 10 h gewünscht, doch die Bewohner des Hofes waren schon wach. Zunächst gab es für die 4 Übernachtungsgäste und uns 4 zugereisten sowie für die 3 menschlichen Hofbewohner ein sehr ausgiebiges Frühstück, welches auch sehr lecker war. Es gab viele “alternative” Sachen, die ich so leider nicht essen kann – z.B. selbstgemachte Quark/Sahne/Frischkäse oder selbstgemachte Butter – wenn ich es probiert hätte, hätt ich gleich am Hof bleiben können. Da vertrage ich einfach die Milchprodukte nicht gut genug. Aber es ging auch ohne Butter und mit Wurst
Um 11.30 Uhr schritt man zur Pferdeverteilung. Marion bekam einen schönen Falben – “Sideral” (23 Jahre)
– und ich einen braunen Wallach “Vilero” (ca 26 Jahre) unsere 6 Mitreiter waren alles Wiederholungstäter, die schon häufiger dort geritten sind. Ein Pärchen war dabei, die im Juli dort auf dem Hof hoch zu Pferd sogar heiraten werden. Die Wiederkehrer bekamen so ziemlich ihre Wunschpferde. Dort wird aber auch immer wieder gewechselt, um eben nicht auf einem speziellen Pferd zu kleben.
Um 12 h ging es zu einer kurzen Einführung auf den Reitplatz und um 12.30 Uhr hat der Ritt dann (endlich) begonnen. Weg vom Hof, Feldwege, an Feldrändern entlang, über Wiesen… (wo ich hier daheim nicht mal im Traum dran denken würde lang zu gehen – hier würden einen die Bauern köpfen.) Nach knapp 1,5 Stunden gab es die erste kleine Fresspause für die Pferde und Pipi-Pause für die Menschen. Eine weitere Stunde später wurde an einer Scheune am Waldrand eine lange Pause für Pferd und Mensch gemacht. Die Pferde im Wald an Bäume gebunden, für uns Reiter gab es ein sehr ausgiebiges Picknick mit allem drum und dran. Die 5 Liter Wasser reichten nicht so ganz, dafür wollte niemand den Wein probieren. Bei der Wärme Alkohol. Das geht ja gar nicht. Nach ca 1 Stunde – kann auch länger gedauert haben – ging es weiter zu Pferd. Bei “Koki” auf dem Isländergestüt Hrafnsholt bekamen wir Reiter und Pferde dann noch mal etwas Wasser und von dort aus ging es im großen Bogen wieder heim zur Mühle. Ca. 18.15 Uhr war vom Pferd steigen angesagt.
Den ganzen Tag über haben wir viele lange Strecken in der Marcha zurückgelegt, und auch der Schritt war nicht gerade langsam. Galoppiert wurde gar nicht. Das liegt den Marchas wohl nicht so. Die Sättel (Westernsättel und Brasilianische Arbeitssättel) waren ganz okay. Henning (Hofchef) hat auch eigentlich für jeden Reiter das passende Pferd gefunden.
Mein Vilero hatte reichlich Passverschiebung in seiner Marcha. Nicht richtig unangenehm, aber auch nicht richtig bequem. Im langsamen Tempo war die Marcha klasse – ein netter Viertakt – je schneller Vilero wurde, desto mehr Passverschiebung. Da halfen auch die Tipps “rechtes Bein Treiben, rechten Zügel annehmen” nicht viel. Etwas, aber nicht viel. Vilero hatte den Pass für sich als Reisegangart gefunden vor ein paar Jahren, und er bleibt da drin.
Marion konnte Sideral’s Passverschiebung recht gut rausreiten. Sie wäre gern schneller gegangen – Marion im Geschwindigkeitsrausch.
Der Tagesritt war sehr schön. Sehr nette Mitreiter, gute Organisation seitens der Mühlenhofbesitzer Henning und Annette – Flotte Pferde – hat sich gelohnt der Tag!
02.06.2011
Eigentlich ja “Himmelfahrt”- doch ist wohl eher Vatertag. Bei uns haben wir aber keine Schnapsleichen gefunden.
Während wir das Heu gewendet haben, durften Björt und Svandis auf die Wiese. Svandis kommt mit ihrem Maulkorb gut klar – und so können Björt und Svandis morgens und abends je 2 Stunden auf die Wiese.
Am Nachmittag, als die Sonne so richtig schön brannte, habe ich mich 2 Stunden auf dem Sofa ausgeruht. Dann ging es zum zweiten Mal ins Heu. Abends um 19.30 Uhr bin ich mit Björt eine halbe Stunde geritten und dann noch 10 Minuten mit Svandis. Svandis hat heute sogar mal keine Angriffe auf Autos und Motorräder gemacht. Waren schöne kleine Ausritte.
01.06.2011
das Winterfutter muss gemacht werden. Also Gras mähen, wenden usw… Hoffentlich hält das Wetter noch ein paar Tage
15.05.2011
Die Woche war Nachmittags / Abends nicht viel los. Da die nächste Heuernte (hoffentlich) noch kommt, habe ich auf dem Heuboden sauber gemacht, Spinnweben vernichtet, den Boden gefegt, das alte Heu umgestapelt. Beim Umstapeln der 2010er Bunde mitgezählt – reicht auf jeden Fall bis Mitte Ende Juli – sind noch ca 160 Bund. Und die Pferde dürfen ja auf die Wiese, dann fressen sie nicht so viel Heu. Svandis mag langsam ihren Maulkorb nicht mehr – doch ohne geht nicht. Kann sie sich aussuchen, ohne Mauli im Paddock, mit Mauli auf Wiese…. wir sind jetzt so bei ca 2 Stunden auf Wiese angelangt… Alles prima bisher.
Freitagnachmittag Tierarztkontrolle bei Svandis. Tierärztin findet Svandis super, soll viel bewegen und mit dem Futter aufpassen. Bewegung sei halt das wichtigste. Montag nochmal CKX und evtl. Mittwoch oder Donnerstag… und dann soll Schluss sein. Dann langt es aber auch, finden Svandis und ich. Freitagabend haben die Ponys und ich einen Spaziergang gemacht. Samstag, nach Haus und Hofarbeit spät Nachmittag die kleine 30 Minuten Runde mit Björt geflitzt und dann Svandis geritten – die sehr eklig war. Ihr gehts gut – keine Sorge. Nur wenn es gut geht, macht sie Mist. Gestern fing sie wieder an, gezielt nach Autos und Radfahrern zu treten. Zudem ging sie rückwärts mit mir eine ziemlich steile Böschung runter, weil im Wäldchen auf der anderen Straßenseite etwas raschelte. Ohne Sattel war das mit der Böschung echt schlecht zu sitzen. Gab Ärger! Ich bin runtergerutscht und hab sie ziemlich ausgeschimpft. Musste dann noch ein Stück weiter mit mir (neben mir) laufen, auch traben (sah nicht übel aus) und dann erst nach Hause.
Heute früh bin ich um 10.20 Uhr mit Björt vom Hof geritten. Sie hatte mal wieder ihre Schuhe an, und es ging durchs Dorf in den Wald. Dort sind wir schön umher geritten. Es waren sehr viele Spaziergänger unterwegs und Radfahrer nutzen auch immer mehr den Wald. Reiten ist dort ausnahmsweise mal erlaubt. Das ist bei uns in der Gegend ja schon ein echtes Wunder. Hunde sind an der Leine zu führen – was natürlich niemand beachtet – und Radfahren, Motorradfahren ist verboten… Toll, wird sich super dran gehalten. Man wird von Downhillfahrern noch angeraunzt, das man auf dem Reitweg reitet… DIE halten sich an keinen vorgegebenen Weg, DIE rasen querbeet bergab. Machen natürlich dabei nichts kaputt, wie die bösen Reiter, die alle Wege zerstören. Björt war zunächst sehr anständig und die Hufschuh hielten Schritt, Tölt und Galopp fein am Huf. Nur auf den letzten 500 Metern im Wald, wollte Björt Galopp und ich nicht. Sie regte sich furchtbar auf und strampelte und trat mit den Hinterhufen in die vorderen Hufschuh. Danach hielt vorn Links nicht mehr richtig. Musste 4 Mal absteigen und wieder anziehen.
Das macht nicht wirklich gute Laune. Danach durfte Björt nichts mehr und bekam sofort Ärger, wenn sie nur “piep” machte. Die Hufschuh hielten dann bis zu Hause am Huf. Nun sind die Pferde auf der Weide, gleich geh ich Svandis ärgern.
13.03.2011
Samstag war so schönes Wetter, das man einfach draußen sein musste. Also am Nachmittag, als die Nachtfeuchte abgetrocknet war, rauf auf die Wiesen und Maulwurfshaufen auseinanderwerfen. Die 3 Stunden waren ganz schön anstrengend, und der erwartete Muskelkater stellte sich auch wirklich ein.
Um den Rücken wieder gerade zu biegen, bin ich mit Björt wieder eine halbe Stunde geritten. Hat uns beiden Spaß gemacht.
Heute war dann Pferdetag – auf 3Sat den ganzen Tag Berichte und Pferdefilme. Richtig schön! Natürlich kamen meine beiden Damen nicht zu kurz. Mit Björt war ich im Wald unterwegs. 4 Tage am Stück was tun kennt sie kaum noch. Daher war sie heute nicht ganz so fix wie sonst üblich. Aber solche schönen ruhigen Ausritte mag ich auch gern. Zwei Galoppstrecken im Wald hat sie doch genutzt, ansonsten war Björt sehr ruhig. Ich denke ihr war zu warm.
Mit Svandis habe ich wieder etwas auf dem Paddock gespielt. Auch ihr war es viel zu warm, sie schwitzte schon ohne “richtig Arbeit”.
Passend zur Reportage über Islandpferde war ich wieder im Haus.
Ein schöner Pferdetag