Meine erste Urlaubswoche habe ich dann doch genutzt um mein diesjähriges Heu zu machen. Montag gemäht und dann war wie immer wenden angesagt. Montag und Dienstag war eher so eine “Waschküchenluft” und es war stets bedeckt. Ich hatte schon Sorge, dass es nicht gut trocknet. Jedoch kam ab Mittwoch die Sonne etwas hervor und auch ein bißchen Wärme und Wind war vorhanden, so dass das Heu bis Freitag gut getrocknet war. Freitag hatte Dexter um halb zwölf einen Termin zur Impfung und zum Krallen schneiden. Das war auch schnell erledigt. Eine Bekannte wollte noch etwas altes Heu für ihre Pferde haben, so brachte ich ihr einen Hänger voll Restheu. Ich brauchte auf dem Heuboden Platz, konnte nicht mehr umpacken. Als ich von dort wieder kam, konnte ich dann das ausgebreitete Heu auch in Schwaden ziehen. Leider konnten wir Freitag noch nicht pressen, da gerade am Wald das Heu noch etwas feucht war, und auch dort wo es dicker lag, war es noch nicht ganz nach meinem Geschmack. In der Nacht zu Samstag hörte ich dann plötzlich wahre Sturzbäche Wasser auf meine Dachfenster prasseln. Ca. eine halbe Stunde lang regnete es ganz furchtbar. Samstag früh beim Pferde füttern in die Heureihen gefasst… alles nass, ganz durch die Schwaden durch. So bin ich Samstagmorgen dann zum Bäcker gefahren – die Wiese war noch immer nicht abgetrocknet. Noch immer waren die Heuschwaden klamm, und der Himmel bedeckt und die Luft nicht toll.. Samstag gegen halb drei habe ich dann die feuchten Schwaden auseinander geworfen und habe es ausgebreitet liegen lassen, damit es besser trocknet. Außerdem habe ich mit der Motorsense noch etwas Brennnesseln weggemacht auf der Wiese, wo Björt und Svandis derzeit fressen. Habe die Nesseln liegen lassen, denn im angetrockneten Zustand fressen die Pferde die Pflanzen. Nach dem Pferde füttern war am Samstag auch Feierabend.
Sonntag am späten Vormittag habe ich das Heu in Reihen gezogen. War sehr gut abgetrocknet, und so konnte der Nachbar gegen 14 Uhr anfangen zu pressen. Der Bruder und Familie, sowie drei Freunde von Neffe 1.0 kamen zum helfen. Den ersten Hänger voll haben meine Schwägerin, Neffe 1.0 und ich allein auf dem Dachboden gepackt – mein Bruder hat wie immer auf das Förderband gelegt. Beim zweiten Hänger abladen waren dann die anderen Helfer auch da. Insgesamt waren es dieses Jahr nur 439 kleine, recht leichte HD Bunde. Gut das ich vom letzten Jahr noch übrig habe. So benötige ich keinen zweiten Schnitt, kann aber diesen Winter nichts abgeben. Den Helfern an dieser Stelle nochmals : Herzlichen Dank!!!
Ich glaube, wir waren so gegen 17 Uhr fertig. Es gab dann noch eine kleine Stärkung für alle Helfer (Nudelsalat, Brötchen…) Wir brachten die Fangwagen wieder zu unseren Nachbarn, der Höhenförderer wurde wieder in unseren Schuppen gebracht. Die Helfer verabschiedeten sich, meine Mutter und ich haben noch sauber gemacht – ich musste noch Pferde füttern, und kurz nach 20 Uhr war dann auch für uns Feierabend. Dexter war auch ganz kaputt, der hatte Sonntag ja genug zu laufen und zu gucken. Daher hat er den Abend und die Nacht richtig gut geschlafen.
Heute Nachmittag habe ich dann den Heuwender, den Schwader und den Trecker von Heuresten, Staub und Dreck befreit und alles wieder in den Schuppen gestellt. Natürlich hat auch da der kleine Hund immer bei “geholfen” Nachdem die Geräte sauber waren, habe ich noch die Zaunpfähle wieder in die Einschlaghülsen gesteckt und die Elektrolitze wieder gezogen. Den Paddock habe ich noch abgeäppelt, und Abends wie immer die Pferde versorgt. Heute alles etwas ruhiger.
Nun heißt es “Resturlaub” genießen. Habe jedoch noch reichlich zu tun. Langeweile habe ich bestimmt nicht.

Wie in den letzten Jahren üblich, habe ich Anfang Juni Urlaub um mein Heu zu machen. Das Wetter im Mai war eher mäßig und in der Umgebung hat noch niemand Heu eingefahren. Nur ein paar Wiesen für Gras-Silo wurden bisher geerntet. Den letzten Mai-Samstag habe ich angefangen die Böschung am Hof mit der Motorsense zu mähen. Nach knapp 1,5 Stunden ging sie pötzlich aus, ich bekam sie nicht mehr an. Auch der Bruder, der zufällig vorbei kam, hatte keinen Erfolg. Also musste ich das Mähen abbrechen und brachte die Sense am Montag zur Reperatur. Ich hatte schon fast damit gerechnet, dass man mir sagt “das lohnt nicht mehr – die ist zu alt”. Jedoch konnte ich bereits am Dienstag eine reparierte und funktionsfähige Sense abholen. Das Spritventil/Membran musste gewechselt werden, der Vergaser wurde anders eingestellt und eine neue Zündkerze musste her. Alles in allem wesentlich günstiger als ich gedacht hatte, und viel viel günstiger als ein Neukauf. Donnerstag war ja hier Feiertag – und irgendwie war ich völlig kaputt und hatte wahnsinniges Kopfweh. Da habe ich nur den Stall gemistet und nicht viel anderes gemacht. Am Freitag war schon mein erster Urlaubstag. Da habe ich die Böschung zuende gemäht und auch Rasenränder und etwas Zaun freigeschnitten. Am Samstag wurden dann im Garten die Pferdewiese nachgemäht und hinterm Schuppen die abgefressene Wiese habe ich auch ordentlich nachgemäht. Lange Margeritten die im Garten wuchern und Brennnesseln habe ich mit der Motorsense weggemäht, den Rest dann mit dem Aufsitzmäher schick gemacht.

Sonntag haben die Pferde ein kleines Stück frische Wiese bekommen. Björt hat seit ihrer Zahn Op zum Glück etwas zugenommen und Gras kann sie mittlerweile gut abrupfen. Mit den verbliebenen Backenzähnen kann sie noch Heu und Gras zermahlen. Das ist okay, da aber nun mal alle Frontzähne fehlen, musste sie das abzupfen “neu lernen” und wenn sie mal nicht frisst, hängt halt die Zunge raus. Aber sonst geht es ihr gut. Auch Svandis geht es ganz gut. Sie genießt den Weidegang und die Spaziergänge die wir ab und zu machen. Eigentlich wollte ich Sonntag schon das Mähwerk hervor holen und startklar machen – lag aber mit Kopfweh in der Ecke und der Trecker streikte auch. So habe ich nur noch einen 10 Minuten Ausritt mit Björt gemacht – den ersten seit ihrer Zahn OP im März. Sie war so nett und ging so schön, das hat uns beiden gefallen. Dann noch mit Dexter die “Gelbe Tonne” an die Straße gebracht. Und dann war Feierabend.
Heute früh um 6 Uhr Björt ihre Heucobs gebracht und den Trecker an das Ladegerät gemacht. Gegen 10 Uhr haben meine Mutter und ich das Mähwerk aus dem Carport gezogen und ich habe den Zaun zur Heuwiese entfernt. Dann wollte ich den Trecker – der knapp 3.5 Stunden am Ladegerät war – anmachen, aber da kam nichts. Stottern und Batteriefehler. Also habe ich die Batterie ausgebaut (4 Jahre alt) und ins Auto gelegt. Ab nach Vlotho, im Höltkebruch ist eine nette kleine Firma, die Batterien und KFZ Zubehör verkauft, das sind ca 5 Minuten mit dem Auto – naja durch die Umleitung wegen Baustelle etwas länger, aber ich bin halt schnell dort. Die benötigte Batterie war vorrätig und ich konnte sie daheim auch gleich einbauen. Der New Holland sprang sofort an.
Meine Mutter half etwas beim Anbauen des Mähwerks. Das geht zu zweit einfach besser. Das Wechseln der Messer mache ich dann wieder allein. Dexter saß derweil schon in der Treckerkabine und wollte nicht mehr raus. Als alle Messer gewechselt waren, sind Dexter und ich auch gleich angefangen zu mähen. Meine Mutter ist schon als ich noch am Schrauben war etwas über die Heuwiese gelaufen und hat wegen Rehkitzen geguckt. War zum Glück nichts. Das Mähen hat super geklappt. Tausend und ein Maulwurfhügel im hohen Gras. Blöde Viecher, braucht kein Mensch. Nach dem Mähen habe ich dann gleich das Mähwerk mit dem Hochdruckreiniger gesäubert.
New Holland und das Mähwerk haben heute super gelaufen. Hat alles prima geklappt. Auch beim Abbauen des Mähwerks hat meine Mutter wieder mit angepackt. Das auf das von meinem Vater gebaute “Schwerlastrollbrett” setzen hat im ersten Versuch geklappt. So konnten wir das Mähwerk auch schnell wieder in den Carport rollen. Um 15.03 Uhr stand auch der Trecker wieder im Schuppen. Und so langsam knurrte mein Magen, denn bis auf zwei Tassen Kaffee und ein Glas Wasser hatte ich noch nichts zu mir genommen. Als ich auf der Wiese meine Runden gezogen habe, hat die Mutter schon das Essen vorbereitet, so dass mein “Frühstück” heute aus Kartoffeln und Kohlrabi bestanden hat. Ich wollte dann nur kurz Pause machen und nur mal ganz kurz die Augen zu machen, hab mich nicht mal hingelegt, sondern nur im Wohnzimmer meiner Mutter im Sessel gesessen – tja da war es dann halb sechs als ich die Augen wieder aufgemacht habe. Da brauchte ich auch nicht mehr anfangen, die Ränder der Heuwiese mit der Motorsense nachzumähen. Ich traue mich noch immer nicht so nah an den Zaun mit dem Trecker – bzw. kommt man ja eh nie ganz nah an den Zaun, das lange Gras da muss aber auch ab. Mache ich halt morgen. Da die Mülltonne auch wieder zu uns runter musste, habe ich mich wieder auf Björt geschwungen und bin den Südweg hoch, Dexter lief frei mit und fand es toll. Auch Björt war freudig, dass sie laufen durfte, obwohl es nur ein paar hundert Meter waren. Südweg wieder runter habe ich natürlich Björt geführt und die Mülltonne in der anderen Hand. Das klappt hervorragend.
Dienstag dann also Heuränder nachmähen und Gras/Heu wenden. Hoffen und Daumen drücken, dass das Wetter hält. Wenn alles klappt, können wir Samstag oder Sonntag pressen.

Seit Björts ZahnOP ist nun auch einige Zeit vergangen. Die erste Nachuntersuchun erfogte am 08.03. und da war unsere Tierärztin schon sehr zufrieden mit der Wundheilung bei Björt. Frau Doktor hatte ihre Tochter dabei, und die Kleine hat beim Wechsel der Gase-Stöpsel in den Zahnfleischwunden geholfen. Ich musste Björt und die Nasenbremse beim Pferd halten, Frau Doktor hat die Stöpsel gewechselt und die Tochter hat den Eimer für die Abfälle gehalten und die beiden Hunde (Dexter und Tierarzthund) von den Pferden fern gehalten. Da das Mädchen so toll geholfen hat, durfte sie nach der Behandlung ein paar Meter auf Björt reiten – geführt natürlich und ohne Sattel. Fand sie “bißchen schnell und hibbelig, aber süüüß”
Im März und April passierte dann nicht mehr so viel, einige private Termine. Unteranderem musste ich gleich nach Ostern zum Zahnarzt, da mir ein Zahn abgebrochen war. Viel Arbeit im Büro, und morgens und abends immer Pferde versorgen. Ich hatte das “Okay” der Tierärztin, Björt auch wieder zu reiten. Aber durch den Winter, die wenige Beschäftigung und wahrscheinlich auch wegen Zahnweh hat Björt unheimlich abgenommen und auch Muskeln verloren. Da müssen wir langsam anfangen. Leider habe ich zum Spazierengehen, allein mit 2 Pferden und einem Hund, momentan nicht wirklich Lust. Und meine Mutter kann sich auch nicht aufraffen uns zu begleiten. So habe ich Björt bisher ein paar mal Longiert. Das bringt auch nicht viel bei ihr. Wir haben beide keine Lust dazu.
Am 27.4. habe ich früh Feierabend gemacht. Pferde einfangen, sauber machen und ich habe es geschafft!!! Zum ersten mal seit 15 Jahren!! Ich habe Björt kurz und stramm angebunden und die Schermaschine geholt und es gewagt. Ich habe Björt die noch vorhandenen langen Zotteln und Winterfellreste am Hals, Bauch und Rücken geschoren. Die Beine durfte ich nicht. Aber sie sieht ordentlicher aus. Opfer wurde mein rechter Fuß, denn Björt hat es trotz engem anbinden geschafft, da drauf zu treten und 2 mal ist sie trotzdem gestiegen und hat gezielt nach mir getreten, aber nicht getroffen Abends kam wieder unsere Tierärztin. Jetzt zum Tetanuns-Impfen bei Björt, Zahnkontrolle bei Björt und die Hufe bei Svandis wurden geröngt. Mache ich ja immer 1x im Jahr. Meist im Juni, aber wo die TÄ schon da war, haben wir das gleich mit erledigt. Auf den Bildern ist es bei Svandis nicht schlimmer geworden. Was schon mal positiv ist. Dennoch ließ ich mir Schmerzmittel für Svandis geben. Am 28.4. war Hufschmied. Damit sie da besser steht und danach nicht grottenschlecht geht, wollte ich Schmerzmittel. Auch beim Schmied war Svandis lieb, keine neuen Hufrehe Spuren. Nunmehr 9 Jahre Schubfrei, aber eben die starke Hufbeinsenkung und Hufbeinspitzenauflösung. Das wird nichts mehr mit reiten bei Svandis – ist mir aber egal. Björt war auch lieb bei Schmied und bei ihr ist die Strahlfäule auch zurück gegangen. So waren wir alle zufrieden.
Am 29.4. musste ich schon wieder zu meinem Zahnarzt. Es war mal wieder eine Füllung herausgebrochen. Also wieder flicken lassen. Ich bot dem Arzt an, doch alles rauszurupfen und es mit Zahnersatz zu versuchen. Doch der Doc meinte, davon sind wir noch weit entfernt. Nach dem Termin schnell heim und Dexter einpacken und zum Tierarzt. Er bekam seine Allergiespritze. Leider ist die alle 8-10 Wochen fällig. Sonst kratzt und leckt er sich blutig. Mit dem „Cytopoint“ geht es ihm gut. Das Medikament hat in Langzeitstudien keine Nebenwirkungen gezeigt und Dexter reagiert sehr gut darauf. Wir können wieder schlafen, ohne dass er sich juckt. Freitag war ich morgens bei meiner Hausärztin zum Blut abnehmen und auch ich bekam nach ewig langer Zeit eine Tetanuns-Impfe. War ewig nicht mehr Impfen, doch meine KolegInnen und unsere Pflegedienstleitung meinten, dass es gerade bei mir – mit den Pferden und dem Hof und dem drumherum – besser wäre einen Tetanus Schutz zu haben. Also gab es da auch einen Piks.
Diese Woche Dienstag war ich Pferdefutter einkaufen und stellte dann fest „Scheiße, der Kofferraum geht nicht mehr zu“. Nix zu wollen, das Schloss rastete nicht ein, man konnte die Klappe einfach wieder anheben. Mittwoch bin ich daher mit Mutters Punto zur Arbeit. Nachmittags Mutter abgeholt, sie mit dem Punto hinter mir und Yeti hergefahren. So konnte die Werkstatt Donnerstag in Ruhe schauen, was sie da heile machen können. Donnerstag war ich also wieder mit dem Punto unterwegs. Nach der Arbeit wieder zum Zahnarzt. Diesmal war es ein geplanter Zahnreinigungstermin. Ansonsten war auch alles in Ordnung. Sonst wäre ich auch ausgerastet. Heute früh gleich um 8 Uhr habe ich meinen Yeti wieder abgeholt und bin zur Arbeit. Die haben das Kofferraumschloss gewechselt. Das sollte erstmal wieder länger halten. Nun hat meine Mutter auch ihr Auto wieder.

Nun bleibt abzuwarten, was der Mai noch alles so bringt. 🙂

Am Sonntag habe ich den Pferdehänger vom Winterparkplatz auf den Hof gestellt und Björt mal gezeigt, das das Ding noch existiert. Habe die Klappe runter gemacht, und Björt ging ohne zu Zögern hinein. Okay, Sonntag mussten wir zum Glück nicht los. Wir haben nur etwas Bodenarbeit gemacht, damit die alte Dame nicht einrostet. Svandis wurde nur ausgiebig vom Winterfell befreit. Auch Montag und Dienstagabend beim Füttern wurden die Pferde geschrubbt. Sieht man nur leider nicht wirklich.
Heute (bzw. den Rest der Woche) habe ich wieder Urlaub genommen. Björts OP Termin war heute. Ich kann das nicht gut haben, wenn meine Tiere “krank” sind und so leide ich immer mit. Dienstag habe ich mir entsprechend auch Zahnweh eingebildet. Heute früh bekamen Björt und Svandis wie immer ihr Frühstück und ich habe Auto und Pferdehänger vorbereitet. Björt nochmal geputzt und dann verladen. Sie ging wie erwartet ganz lieb auf den Hänger und wir konnten pünktlich los. Da wir schon ein paar Jahre nicht mehr weit (bzw. überhaupt) gefahren sind, war Björt während der Fahrt sehr unruhig. Zumindest wusste ich das sie noch da ist, wenn sie an der Kreuzung/an der Ampel im Hänger rumorte. Die Fahrt nach Petershagen/Friedewalde hat sie gut überstanden. Wir wurden in der Großtierprasxis auch nett empfangen und Björt durfte sich etwas umsehen. Dann musste sie in den Untersuchungsstand. Alles war ungewohnt und sie daher erstaunlich artig. Ins Maul gucken lassen ohne Sedierung wollte sie den Arzt aber nicht. Also bekam sie zur Voruntersuchung auch schon eine Betäubung. Die Backenzähne waren noch fest genug und nicht entzündet. Nur einer war lose, den wollte der Arzt entfernen. Und natürlich die Schneidezähne oben und unten mussten raus, das Zahnfleisch war durch die EOTRH schon sehr zurückgegangen und bestimmt schmerzhaft für Björt. Nach der Voruntersuchung “durfte” ich nach Hause fahren. Da Björt schon so sehr sediert war, wurde zeitnah mit der OP angefangen. Dann sollte sie bis Abends da bleiben, zum Überwachen ob der Kreislauf stabil bleibt und wegen der Blutungen im Maul.
Um 12.20 Uhr bekam ich schon den Anruf vom Tierazt, dass die OP gut und problemlos gelaufen ist. Björt würde erstaunlich schnell munter werden. Als der Arzt mit mir sprach, stand er wohl neben Björts Box. Er meinte, wenn sie meine Stimme hört, gehen die Ohren nach vorn und sie blubberte auch im Hintergrund. Der Arzt sagte, das leider nicht nur ein Backenzahn gezogen wurde, sondern zwei, da der eine wie morgens besprochen lose war und der andere hatte arg Karies. Die Schneidezähne wurden auch wie besprochen komplett entfernt. Um 15 Uhr durfte ich Björt wieder aholen. Eigentlich war 18 bis 19 Uhr besprochen worden. Doch da Björt am Mittag nach der OP schon so munter war – sie wurde als hart im Nehmen beschrieben – durfte ich sie eher holen. Als ich in den Stalltrakt kam wo Björt in der Box stand, wurde sie in ihrer Box sehr unruhig und wollte raus. Die Arzthelferin erklärte mir noch die Medikamentengabe und die Nachsorge. Die Kontrolluntersuchung kann meine Tierärztin hier machen. Da hatte der Herr Doktor auch schon mit telefoniert. Björt kam dann ohne zu Zögern mit mir aus dem Stall und wollte eigentlich dort noch etwas die Gegend erkunden. Jedoch führte ich sie zum Hänger und sie ging auch dort ohne mit der Wimper zu zucken auf ihren Platz. Anbinden, zu machen, losfahren. Es ist so schön, wenn das Pferd sich so leicht verladen lässt. Unterweges war sie wieder unruhig, wenn wir zum stehen kamen. Das Fahren an sich war wieder kein Problem. Daheim angekommen wurde Björt von Svandis schon sehnsüchtig erwartet. Obwohl Svandis den Tag über sehr ruhig war. Ab und zu hat sie mal gerufen, ist aber nicht umhergerannt und hat gesucht. Als ich Björt vom Hänger holte, wurde von beiden Pferden erstmal gewiehert. Damit Björt etwas “runterkommt” in ich erst mit ihr etwas über den Hof gelaufen. Dann in den Offenstall, wo Svandis schon wartete. Sie haben sich sehr lieb begrüßt. Den ganzen restlichen Nachmittag/Abend standen sie nebeneinander. Es sah so aus, als ob sie die Nähe der anderen suchten. Björt versuchte auch recht bald wieder Heu zu knabbern. Darf sie, hat man mir in der Großtierpraxis gesagt. Beim abendlichen Füttern bekam Björt nur Heucobs, und Svandis ihr “Re-Vital” und etwas Seniormüsli. Björt fand das nicht so toll. Sie hätte auch lieber ihr Müsli gehabt, das darf sie aber ein paar Tage nicht. Für ihre Verhältnisse hat sie auch sehr artig die Schmerzmittelpaste genommen. Bin gespannt, wie die nächsten Tage mit Antibiotika- und Schmerzmittelgabe funktionieren. Heute abend war Björt jedenfalls ungewöhnlich schmusig und hat sich reichlich kraulen lassen. Ich denke, es war die richtige Entscheidung, die Zähne entfernen zu lassen. Reiten darf ich auch in zwei Wochen wieder, aber erstmal nur gebisslos. Das könnte witzig werden.

Nachdem ich meine Urlaubswoche im Februar damit verbracht habe, von Montag bis Freitag Schnee zu schaufeln, wurde für die Folgewoche schon Eisregen und Tauwetter angesagt. Das Wochenende 13./14.2 sollte aber noch kalt bleiben. So habe ich es gewagt und meine Mutter und ich haben am Samstag und Sonntag insgesamt 11 Hänger Mist vollgeschaufelt und auf der Wiese verteilt. Mein Vater hat immer gesagt “bei Schnee fährt man nicht” – nach dem ersten Hänger voll wusste ich auch warum. Es war nicht so richtig gut. Unsere Wiese ist ‘leicht schräg’ und so rutschte das Gespann trotz Allrad am New Holland immer etwas seitwärts. Beim allerletzten Hänger am Sonntagnachmittag, war es schon sehr von der Sonne angetaut, aber gleich wieder angefroren, weil es so kalt war, dass die Fahrspuren vereist waren. Ich musste mir eine Alternative Fahrtroute durch den Tiefschnee suchen, so dass auch der letzte Hänger verteilt werden konnte. Sauber machen konnte ich den Hänger auf der Wiese nicht, da ich dann nie wieder aus dem Schnee anfahren könnte. So wurde der Dungstreuer dreckig und noch mit einem geringen Rest in den Carport gestellt. Montag war ich froh, dass ich nicht weg musste. Ausruhen nach der Woche tat sehr gut. Den Termin vom 16.2. für Björts Zahn OP hatte ich wegen der Straßenverhältnisse verschoben. So oft fahre ich nicht mit dem Pferdehänger, und dann muss das nicht bei noch teils zugeschneiten Straßen sein. Als das Tauwetter einsetzte war der kleine Hund sehr traurig. Er hat es geliebt seine Tennisbälle im Schnee zu verstecken und dann zu suchen, bis zuletzt hat er die Schneehügel genutzt. Als der Paddock aufgetaut war, konnte ich dort auch die Pferdeäppel entfernen und am Wochenende wurde dann der Trecker und der Dungstreuer sauber gemacht. War ja schon fast T-Shirt Wetter.
Die Pferde schwitzen beim Nichtstun- darum habe ich bei Svandis die Brust und unter der Mähne wieder geschoren. Svandis verliert auch schon massenhaft Winterfell. Da kommt einiges runter. Björt schwitzt auch, aber sie lässt mich nicht mit der Schermaschine an sich heran. Und leider verliert sie auch noch kein Winterfell. Das war letztes Jahr ja auch schon so ein Problem bei ihr.
Am 24.2. hatten wir dann unseren Hufschmiedtermin. Der musste wegen dem Winter auch verschoben werden. Nun wurde es langsam Zeit, aber alles ist schön. Tja und dann war der Februar auch schon rum.