Im November hat Dexter sich von seiner Halsentzündung erholt. Er hat ganz brav seine Medikamente geommen und bisher haben wir auch keine Probleme mehr festgestellt. Allerdings fängt er wieder vermehrt an zu kratzen und die Pfoten zu lecken. Also werden wir im Januar wohl doch wieder zum Tierarzt fahren müssen, damit er seine Allergiespritze bekommt. Solange das so klappt, soll er von mir aus 4 mal im Jahr einen Piks bekommen.
Im November und Dezember habe ich noch einige Male das Laub der Bäume rund ums Haus von den Rasen/Wiesenflächen entfernt. Ab und zu bin ich mit dem Treker etwas hin und her gefahren, weil der sich ja sonst kaputt steht. Bei einer kleinen Runde kam es mir so vor, als wenn es vorne Rechts nicht rundläuft. Irgendwie komisch. Bei den großen dicken Reifen sieht man natürlich nicht sofort, ob Luft fehlt oder nicht. Aber beim Fahren kam es mir so vor. Also mit dem Kompressor einiges an Luft in den Reifen gepustet. Den anderen Vorderreifen auch überprüft, aber der war okay. Neue kleine Probefahrt und das schwammige Gefühl war weg. Nun muss es noch etwas kälter und trockener sein, damit ich Mist fahren kann.
Die Pferde genießen die freie Zeit. Wenn das Wetter es zulässt, dürfen die beiden auf die Wiese und das finden sie natürlich klasse. Im Stall haben sie natürlich wie immer ständig Zugang zum Heu. Momentan mische ich das Heu von 2019 mit dem von 2020. Ich denke nicht, das ich Engpässe zu erwarten habe. Björt und Svandis scheinen das Heu von 2019 etwas lieber zu mögen. Ob es daran liegt, dass ich 2020 mit Kunstdünger gedüngt habe, weil das Wetter zum Mistfahren nicht geeignet war?!?
Mit Björt bin ich ab und zu ganz kleine Runden geflitzt. Da es immer nur die kleine Feldwegrunde war, durfte Dexter frei mitlaufen. Das klappt auf der Runde mittlerweile ganz gut. Sogar als wir Spaziergängern mit Hund begegnet sind, ist Dexter fein hinter Björt und mir hergerannt. Hat den anderen Hund nicht mal begrüßt. An der Straße lang, oder auf größeren Runden traue ich dem kleine Hund aber nicht. Das mit dem gut zuhören klappt zu selten. Svandis kleines Reitmädchen war leider im November /Dezember nicht da. Aber ab und zu sind wir spazieren gegangen, oder haben etwas auf der Wiese “gespielt”. Durch das feuchte Wetter und daher das die Pferde auf die Wiese dürfen, sind sie ständig nass und dreckig. Richtig sauber bekomme ich die Fellmonster im Winter sowieso nicht. Aber die Ecoraster im Stallteil sind doch besser als der pure Naturboden. Ganz so dreckig wie die letzten Jahre ist Svandis nicht. Nun braucht der Stall nach über 20 Jahren aber mal ein neues Dach. 🙂 Der Jahreswechsel 2020/2021 war aufgrund des “Lockdowns” sehr ruhig. Meine Mutter und ich waren allein am Südweg. Meine Freundin verbrachte den Jahreswechsel mit ihrer Mutter. Da ich Silvester noch von 8 Uhr bis 12 Uhr arbeiten musste, wollte ich auch nicht nach Göttingen zu meinen Freunden fahren. Außerdem wäre mir das auch zu riskant – obwohl auch die Göttinger sehr zurückgezogen leben. Die Tage vor dem Jahreswechsel waren sehr ruhig. Die Leute der Umgebung haben ihre Böller und Raketenreste wahrscheinlich aufgehoben. Gab ja keinen Nachschub. Silvester haben Mutter und ich ruhig vor dem TV gesessen (SWR “Hannes und der Bürgermeister” – was anderes kam ja nicht) Um Mitternacht einmal kurz mit Cola angestoßen und dann bin ich mit Dexter zu den Pferden. Dieses Jahr war das erste Mal ohne Leine. Er war etwas unsicher, weil doch einige Leute noch reichlich Böller und Raketen hatten, aber er blieb in meiner Nähe. Björt und Svandis standen schon unten im Paddock als wir kamen. Sie freuten sich über den großen Eimer voll mit Möhren. Da interessierten die paar Knaller und bunten Lichter nicht mehr. Heu und Wasser hatten sie um Mitternacht noch genug. Da reichte es, dass ich Neujahr gegen 9 Uhr Nachschub brachte. Am Neujahrnachmittag sind wir eine kleine Runde um die Heuwiese gelaufen und die Pferde durften auch etwas knabbern. Samstag nur die übliche Stallarbeit erledigt, irgendwie war mir nicht so gut. Heute Nachmittag sind Björt, Svandis, Dexter und ich wieder eine Runde spazieren gegangen. Dabei sind wir etwas nass geworden. Aber schön war es trotzdem. Mal abwarten wie es weiter geht.

Dieses Jahr ist einfach nicht optimal für Dexter. Seit etwa eineinhalb Wochen macht mir der kleine Mann etwas Sorgen. Die Pfote ist gut verheilt, er läuft wieder am Pferd mit, er spielt wie verrückt Fußball und liebt es abends mit den “geschenkten” Tennisbällen zu spielen. Aber vor ein paar Tagen hat er beim Bällchenspielen plötzlich aufgejault und wollte dann den Ball nicht mehr ins Maul nehmen. Auch am Folgetag und die nächsten Tage versuchte er zwar mit den Bällchen zu spielen, aber das Maul aufmachen tat ihm weh. Selbst beim Gähnen kam/kommt ab und zu ein leichter Schmerzlaut. Also habe ich bei der Tierärztin einen Termin vereinbart. Heute war es soweit. Um 18 Uhr durften wir in die Praxis kommen. Wegen der Hygiene- und Schutzmaßnahmen bezüglich der Corona-Pandemie durfte ich nicht mit ins Behandlungszimmer. Im Wartebereich wurde mit Abstand besprochen, was Dexter so hat und dann musste er mit Ärztin und Helferin gehen, was ihm nicht so gefallen hat. Natürlich hatte ich darauf hingewiesen, dass ins Maul gucken, genau wie Pfoten verarzten, nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Die Tierärztin meinte hinterher, dass er sich ganz gut benommen hat, aber nicht alles mit sich machen lassen wollte. Im Maulbereich konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Splitter oder Zahnfleischverletzungen gibt es nicht. Die Zähne und das Zahnfleisch sind in Ordnung, Vereiterungen nicht sichtbar. Vermutlich hat er zu viel mit den Tennisbällen gespielt und der Kiefer ist gereizt. Der Hals scheint auch leicht entzündet zu sein, aber richtig untersuchen ging nicht, da das Maul nicht weit genug aufging. Dexter bekam Schmerzmittel und ein Antibiotika. Das ganze nun eine Woche. Dann sollte es deutlich besser sein. Wenn nicht, müssen wir nochmal hin und über weitergehende Untersuchungen nachdenken.
Also, Daumendrücken, dass es wirklich nur gereizt bzw entzündet ist.

Der Herbst ist da, und das Laub fällt. Leider eben auch wieder das Laub der Bäume des Nachbarn. Die stehen auf der Böschung an unserer Hofeinfahrt entlang. Nunja, jeden Herbst das Gleiche. Pflaumen, Eicheln und das Laub der Bäume entfernen. und das nicht nur einmal. So war ich Samstag etwas über 2 Stunden damit beschäftigt, den Hof und die Wiese hinter dem Schuppen vom Laub zu befreien. Da der Birnbaum in unserem Garten und der Haselnussbaum und der Walnussbaum am Stall auch ihr Blattwerk abgeworfen haben, musste ich dort auch tätig werden. Anschließend wollte ich eigentlich die Rasengittersteine vom Offenstall zum Hof wieder vom Gras befreien, aber das war alles zu feucht, und hat nicht so funktioniert wie im Frühjahr. Stattdessen haben Dexter und ich dann auf dem Heuboden die letzten Rundballen von der Empore herunter gerollt und einen Teil ganz nach unten zum Verfüttern geworfen. Nun habe ich noch um die 100 Rundballen von 2019 und eben die Heubunde von diesem Jahr. Damit kommen Björt und Svandis auf jeden Fall gut durch den Winter.
Anschließend sind Björt, Dexter und ich noch einmal schnell unsere Feldwegrunde geflitzt. Diesmal hatte ich keinen Sattel auf dem Pferd, weil für die 5 Minuten lohnt das nicht. Björt war aber “ausnahmsweise” ganz nett und ist nicht nur gerannt. Man könnte es sogar entspannt nennen, für ihre Verhältnisse. Schnell ist sie ja immer. Als wir wieder daheim waren, bekam Dexter mal wieder Besuch von seinem großen schwarzen Freund. So oft spielen die Zwei nicht mehr miteinander, aber ab und zu besuchen sie sich. Basco bringt auch oft ein Spielzeug mit, meistens Tennisbälle 🙂
Nachdem Laub bekämpfen, Heu abwerfen, reiten und anschließend dem Versorgen der Pferde war ich ziemlich kaputt. Feierabend…

Sonntag habe ich dann bei Svandis unter der Mähne und vorn die Brust das dicke Winterfell geschoren. Sie schwitzt ohne etwas zu tun, einfach weil sie zu dichtes Fell hat, für die momentanen Temperaturen. Und da kommt ja noch einiges an Winterfell dazu. Svandis hat ganz artig still gehalten. Ich glaube, das ihr das wirklich etwas hilft. Auch bei Björt wollte ich die Brust frei scheren, aber… meine alte Dame hat da noch immer kein Vertrauen in mich. Sie steht ja immer daneben, wenn ich soetwas mit Svandis mache, dann ist ihr das auch egal. Aber wehe ich komme mit Spritze, Wurmkur, Fliegenspray oder eben der Schermaschine. Sonntag ist sie wieder des öfteren gestiegen, hat relativ gezielt nach mir oder Dexter getreten – zum Glück nicht getroffen. Immerhin konnte ich zumindest in die Nähe des Halses kommen, aber eben keine Haare entfernen. Mit dem ausgeschalteten Gerät konnte ich Björt berühren, das ist schon beinahe ein Erfolg. Natürlich werden wir weiter üben. Aber Sonntag hat es nicht geklappt. Wir haben dann noch einen Spaziergang über die Heuwiese gemacht, und Björt und Svandis durften etwas Gras knabbern.

“Schon Wieder” habe ich gedacht. Und ich habe erst ein paar Wochen abgewartet, aber es nutzt ja nichts. Es wurde nicht besser. Vor knapp 10 Jahren hat mein damaliger riesengroßer Röhrenfernseher den Geist aufgegeben und der 40 Zoll Philips Flachbildschirm zog ein. Nun fingen aber die Marotten des TV Geräts an. Bis das Bild “kam” dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, dann war es sehr sehr hell um nach ein bis zwei Minuten dunkler und sehr rotlastig zu werden. Das gefiel mir nicht so richtig, und manuell zu verstellen war es auch nicht. Hat nichts gebracht.
Da ich Montag sowieso mit meiner Mutter los musste, sind wir nach dem geplanten Friseurtermin noch in den Werre Park zu Saturn gefahren. Dort standen wir ewig vor den Bügeleisen, bis meine Mutter dann das für sie passende Gerät gefunden hatte. Ich fand die Preisspannen von 20 bis über 100 Euro für ein ganz normales Bügeleisen sehr spannend. Große Unterschiede, außer in der Farbe und der Größe, sind mir nicht aufgefallen. Mutter hat sich irgendein “schickes blaues” mittelpreisiges Bügeleisen ausgesucht. Wir sind dann noch zu den TV Geräten geschlendert. Und haben da ein wenig geguckt und ein Verkäufer riet mir zum Samsung. “QLED” und und und … Mit diesen technischen Sachen kann ich kaum was anfangen. Daher habe ich Montag auch nicht zugegriffen, sondern erst noch am Abend mit dem technikbegeisterten Bruder getextet. Ich habe mich dann schlussendlich für den Samsung mit QLED entschieden, die anderen beiden Geräte waren “nur” mit LED ausgestattet. Dienstag habe ich dann den Samsung GQ55Q80T gekauft und eine passende Soundbar. Mit umgeklappten Rücksitzen hat das Gerät in seiner Verpackung auch in das Heck des Yeti gepasst. Zu Hause haben meine Mutter und ich es vorsichtig ins Obergeschoss des Hauses getragen und abends kam mein Bruder zum aufbauen, anschließen und installieren. Das hat alles doch mehr Zeit in Anspruch genommen als ich dachte, aber nun steht alles und ich kann auf einem eigentlich viel zu großem Bildschirm wieder TV gucken. Amazon Prime und Sat Receiver sind installiert und auch der DVD Player und die externe Festplatte angeschlossen. All das hätte ich allein nicht hinbekommen. Darum einen großen Dank an den Bruder. Immerhin habe ich es geschafft, mir die TV Sender ein wenig anders zu sortieren, als ich wieder allein war.
Dann kann es im Winter wieder schöne lange Filmabende geben.

Der Kleine Mann hat zum Trost, wegen dem Pfötchen, ein kleines grunzendes Wildschwein von mir erhalten. Weil er so lieb bei der Tierärztin ist, und damit er nicht immer am Verband leckt. Ich rechnete mit einer ungefähren Wildschwein-Lebensdauer von 1-2 Tagen. Und das war schon sehr großzügig berechnet. Eigentlich sind mir die Teile auch zu teuer, weil die bei Dexter einfach nicht lange heile bleiben. Aber der kleine Mann hat sich so sehr über das Schweinchen gefreut. Statt seinem Lieblingskuscheltier hat er die letzten Tage immer das Schwein umher getragen. Der Verbandswechsel am Freitag und am Dienstag bei der Tierärztin klappte sehr gut und die Pfote ist auch schön abgeheilt.
Fünf Tage nach dem Unfall fing Dexter an, die Pfote auch wieder richtig zu belasten. Mittlerweile läuft er lahmfrei durch die Gegend. Er soll aber noch nicht wieder ohne Schutz auf Spaziergänge oder in den Pferdestall.
Natürlich kann ich ihn nicht davon abhalten morgens und abends mit zu den Pferden zu kommen. Daher habe ich ihm ein Paar Pfotenschutzschuhe gekauft. Im Fachgeschäft kamen mir die Schühchen für die Größe “Jack Russel – West Highland Terrier” viel zu groß vor. Gut das Dexter dabei war, und er anprobieren konnte. Wir haben dann die nächst kleinere Passform gewählt. Und selbst die war noch etwas locker. In die “Chihuahua” Socken passte die Pfote jedoch nicht hinein. Heute, nachdem ich den Verband der Tierärztin entfernt hatte, wollte ich Dexter erst ohne Pfotenschutz laufen lassen. Doch er fing immer an zu lecken. Also habe ich den Schuh übergezogen. Davon war der Hund gar nicht begeistert.
Meine Mutter und ich mussten gegen Mittag kurz weg, und als wir wieder kamen, rannte Dexter so sehr umher, das der Schuh vom Fuß rutschte. Er wollte ihn auch nicht wieder anziehen. Ich habe dann einen kleinen, wenig gepolsterten Verband angelegt. Der hat auch nur ungefähr eine Stunde gehalten. Wenn wir heute abend füttern gehen, bekommt er wieder den Schuh an. Im Haus darf er ohne Schutz laufen. Mittlerweile leckt er auch nicht mehr an der Pfote.
Ach ja, das Wildschwein hat 6 Tage gelebt. Gestern starb es den Quietschtiertod. Es ist nun ziemlich “kopflos”