Am Sonntag habe ich den Pferdehänger vom Winterparkplatz auf den Hof gestellt und Björt mal gezeigt, das das Ding noch existiert. Habe die Klappe runter gemacht, und Björt ging ohne zu Zögern hinein. Okay, Sonntag mussten wir zum Glück nicht los. Wir haben nur etwas Bodenarbeit gemacht, damit die alte Dame nicht einrostet. Svandis wurde nur ausgiebig vom Winterfell befreit. Auch Montag und Dienstagabend beim Füttern wurden die Pferde geschrubbt. Sieht man nur leider nicht wirklich.
Heute (bzw. den Rest der Woche) habe ich wieder Urlaub genommen. Björts OP Termin war heute. Ich kann das nicht gut haben, wenn meine Tiere “krank” sind und so leide ich immer mit. Dienstag habe ich mir entsprechend auch Zahnweh eingebildet. Heute früh bekamen Björt und Svandis wie immer ihr Frühstück und ich habe Auto und Pferdehänger vorbereitet. Björt nochmal geputzt und dann verladen. Sie ging wie erwartet ganz lieb auf den Hänger und wir konnten pünktlich los. Da wir schon ein paar Jahre nicht mehr weit (bzw. überhaupt) gefahren sind, war Björt während der Fahrt sehr unruhig. Zumindest wusste ich das sie noch da ist, wenn sie an der Kreuzung/an der Ampel im Hänger rumorte. Die Fahrt nach Petershagen/Friedewalde hat sie gut überstanden. Wir wurden in der Großtierprasxis auch nett empfangen und Björt durfte sich etwas umsehen. Dann musste sie in den Untersuchungsstand. Alles war ungewohnt und sie daher erstaunlich artig. Ins Maul gucken lassen ohne Sedierung wollte sie den Arzt aber nicht. Also bekam sie zur Voruntersuchung auch schon eine Betäubung. Die Backenzähne waren noch fest genug und nicht entzündet. Nur einer war lose, den wollte der Arzt entfernen. Und natürlich die Schneidezähne oben und unten mussten raus, das Zahnfleisch war durch die EOTRH schon sehr zurückgegangen und bestimmt schmerzhaft für Björt. Nach der Voruntersuchung “durfte” ich nach Hause fahren. Da Björt schon so sehr sediert war, wurde zeitnah mit der OP angefangen. Dann sollte sie bis Abends da bleiben, zum Überwachen ob der Kreislauf stabil bleibt und wegen der Blutungen im Maul.
Um 12.20 Uhr bekam ich schon den Anruf vom Tierazt, dass die OP gut und problemlos gelaufen ist. Björt würde erstaunlich schnell munter werden. Als der Arzt mit mir sprach, stand er wohl neben Björts Box. Er meinte, wenn sie meine Stimme hört, gehen die Ohren nach vorn und sie blubberte auch im Hintergrund. Der Arzt sagte, das leider nicht nur ein Backenzahn gezogen wurde, sondern zwei, da der eine wie morgens besprochen lose war und der andere hatte arg Karies. Die Schneidezähne wurden auch wie besprochen komplett entfernt. Um 15 Uhr durfte ich Björt wieder aholen. Eigentlich war 18 bis 19 Uhr besprochen worden. Doch da Björt am Mittag nach der OP schon so munter war – sie wurde als hart im Nehmen beschrieben – durfte ich sie eher holen. Als ich in den Stalltrakt kam wo Björt in der Box stand, wurde sie in ihrer Box sehr unruhig und wollte raus. Die Arzthelferin erklärte mir noch die Medikamentengabe und die Nachsorge. Die Kontrolluntersuchung kann meine Tierärztin hier machen. Da hatte der Herr Doktor auch schon mit telefoniert. Björt kam dann ohne zu Zögern mit mir aus dem Stall und wollte eigentlich dort noch etwas die Gegend erkunden. Jedoch führte ich sie zum Hänger und sie ging auch dort ohne mit der Wimper zu zucken auf ihren Platz. Anbinden, zu machen, losfahren. Es ist so schön, wenn das Pferd sich so leicht verladen lässt. Unterweges war sie wieder unruhig, wenn wir zum stehen kamen. Das Fahren an sich war wieder kein Problem. Daheim angekommen wurde Björt von Svandis schon sehnsüchtig erwartet. Obwohl Svandis den Tag über sehr ruhig war. Ab und zu hat sie mal gerufen, ist aber nicht umhergerannt und hat gesucht. Als ich Björt vom Hänger holte, wurde von beiden Pferden erstmal gewiehert. Damit Björt etwas “runterkommt” in ich erst mit ihr etwas über den Hof gelaufen. Dann in den Offenstall, wo Svandis schon wartete. Sie haben sich sehr lieb begrüßt. Den ganzen restlichen Nachmittag/Abend standen sie nebeneinander. Es sah so aus, als ob sie die Nähe der anderen suchten. Björt versuchte auch recht bald wieder Heu zu knabbern. Darf sie, hat man mir in der Großtierpraxis gesagt. Beim abendlichen Füttern bekam Björt nur Heucobs, und Svandis ihr “Re-Vital” und etwas Seniormüsli. Björt fand das nicht so toll. Sie hätte auch lieber ihr Müsli gehabt, das darf sie aber ein paar Tage nicht. Für ihre Verhältnisse hat sie auch sehr artig die Schmerzmittelpaste genommen. Bin gespannt, wie die nächsten Tage mit Antibiotika- und Schmerzmittelgabe funktionieren. Heute abend war Björt jedenfalls ungewöhnlich schmusig und hat sich reichlich kraulen lassen. Ich denke, es war die richtige Entscheidung, die Zähne entfernen zu lassen. Reiten darf ich auch in zwei Wochen wieder, aber erstmal nur gebisslos. Das könnte witzig werden.

Nachdem ich meine Urlaubswoche im Februar damit verbracht habe, von Montag bis Freitag Schnee zu schaufeln, wurde für die Folgewoche schon Eisregen und Tauwetter angesagt. Das Wochenende 13./14.2 sollte aber noch kalt bleiben. So habe ich es gewagt und meine Mutter und ich haben am Samstag und Sonntag insgesamt 11 Hänger Mist vollgeschaufelt und auf der Wiese verteilt. Mein Vater hat immer gesagt “bei Schnee fährt man nicht” – nach dem ersten Hänger voll wusste ich auch warum. Es war nicht so richtig gut. Unsere Wiese ist ‘leicht schräg’ und so rutschte das Gespann trotz Allrad am New Holland immer etwas seitwärts. Beim allerletzten Hänger am Sonntagnachmittag, war es schon sehr von der Sonne angetaut, aber gleich wieder angefroren, weil es so kalt war, dass die Fahrspuren vereist waren. Ich musste mir eine Alternative Fahrtroute durch den Tiefschnee suchen, so dass auch der letzte Hänger verteilt werden konnte. Sauber machen konnte ich den Hänger auf der Wiese nicht, da ich dann nie wieder aus dem Schnee anfahren könnte. So wurde der Dungstreuer dreckig und noch mit einem geringen Rest in den Carport gestellt. Montag war ich froh, dass ich nicht weg musste. Ausruhen nach der Woche tat sehr gut. Den Termin vom 16.2. für Björts Zahn OP hatte ich wegen der Straßenverhältnisse verschoben. So oft fahre ich nicht mit dem Pferdehänger, und dann muss das nicht bei noch teils zugeschneiten Straßen sein. Als das Tauwetter einsetzte war der kleine Hund sehr traurig. Er hat es geliebt seine Tennisbälle im Schnee zu verstecken und dann zu suchen, bis zuletzt hat er die Schneehügel genutzt. Als der Paddock aufgetaut war, konnte ich dort auch die Pferdeäppel entfernen und am Wochenende wurde dann der Trecker und der Dungstreuer sauber gemacht. War ja schon fast T-Shirt Wetter.
Die Pferde schwitzen beim Nichtstun- darum habe ich bei Svandis die Brust und unter der Mähne wieder geschoren. Svandis verliert auch schon massenhaft Winterfell. Da kommt einiges runter. Björt schwitzt auch, aber sie lässt mich nicht mit der Schermaschine an sich heran. Und leider verliert sie auch noch kein Winterfell. Das war letztes Jahr ja auch schon so ein Problem bei ihr.
Am 24.2. hatten wir dann unseren Hufschmiedtermin. Der musste wegen dem Winter auch verschoben werden. Nun wurde es langsam Zeit, aber alles ist schön. Tja und dann war der Februar auch schon rum.

In der letzten Woche hieß es, dass es diese Woche sehr kalt werden soll. Ich freute mich und habe erstmal Urlaub eingereicht. Denn eigentlich stand meine “Winterarbeit” auf dem Plan. Ich wollte meinen Misthaufen als Dünger aufs Land fahren. So bin ich Samstag noch Einkaufen gefahren und habe meinem Papa, der Sonntag seinen 79ten Geburtstag gehabt hätte, einen Strauß Blumen gebracht. Dann am Nachmittag den Pferdestall gemistet und Heu vom Dachboden geholt und etwas mit den Pferden gekuschelt.
Am Samstagabend fing es an zu schneien.

Beim Füttern dachte ich noch, naja, das ist schon nicht so schlimm. Nur leider mit dem wurde es nicht besser. Irgendwann dachte ich, dass ich dann doch mal in das Schneetreiben muss um den Hof von dem weißen Zeug zu befreien.

Unser kleiner Hoffeger wurde mit dem Schneeschild ausgestattet und dann habe ich versucht, damit den Schnee vom Hof zu schieben. Leider war das nicht so gut wie gedacht. Die Schneeverwehungen waren zu hoch und der Schnee fing irgendwann an zu fest zu werden.

Da ich Sonntag nur den Hof bis zur Haustür und bis zur Garageneinfahrt eine kleine Laufspur geschafft hatte, ging es Montag natürlich weiter, und leider war über Nacht wieder so viel Schnee gefallen, dass ich wieder von vorn anfangen konnte. Als ich dann nach ein paar Stunden schaufeln endlich die Garageneinfahrt erreichte und ein paar Meter geschafft hatte, konnte ich nur noch den Kopf schütteln. Ich dachte echt, da will mich einer verarschen. Der untere Teil der Einfahrt war komplett zugeweht. Die Mauer zum Rasen ist knapp 2 Meter hoch, die Garage liegt also recht tief. Ich hatte absolut keine Lust bei der Schneeverwehung am Montag anzufangen. Das habe ich dann heute in Angriff genommen. Morgens 11 Uhr bis 15 Uhr habe ich gebraucht um die Einfahrt komplett frei zu haben. Nun könnte ich los, wenn ich wollte – ich will aber gar nicht.
Meine Mutter war dabei die Terasse vom Schnee zu befreien, da kamen aber leider immer wieder Dachlavinen runter so das sie immer wieder Nachschub zum wegschaufeln hatte. Nachdem ich die Garageneinfahrt frei hatte, bin ich wieder mit der Hofzufahrt angefangen.

Für morgen habe ich also auch noch reichlich zu tun. Der Hof muss frei werden, damit ich evtl doch noch anfangen kann mit dem Mist fahren. So kommt der Trecker nicht aus dem Schuppen und der Miststreuer nicht aus dem Carport. Außderdem muss ich den Pferdehänger frei schaufeln, da Björt am 16.2. einen kleinen OP-Termin hat. Wegen dem EOTRH müssen leider die Schneidezähne raus, und dass geht hier daheim nicht. Wir haben einen Termin in Petershagen bei einem entsprechend ausgestatteten Tierarzt bekommen. Den hat mir meine behandelnde Pferdetierärztin empfohlen. Hoffentlich klappt alles, wie geplant.

Im November hat Dexter sich von seiner Halsentzündung erholt. Er hat ganz brav seine Medikamente geommen und bisher haben wir auch keine Probleme mehr festgestellt. Allerdings fängt er wieder vermehrt an zu kratzen und die Pfoten zu lecken. Also werden wir im Januar wohl doch wieder zum Tierarzt fahren müssen, damit er seine Allergiespritze bekommt. Solange das so klappt, soll er von mir aus 4 mal im Jahr einen Piks bekommen.
Im November und Dezember habe ich noch einige Male das Laub der Bäume rund ums Haus von den Rasen/Wiesenflächen entfernt. Ab und zu bin ich mit dem Treker etwas hin und her gefahren, weil der sich ja sonst kaputt steht. Bei einer kleinen Runde kam es mir so vor, als wenn es vorne Rechts nicht rundläuft. Irgendwie komisch. Bei den großen dicken Reifen sieht man natürlich nicht sofort, ob Luft fehlt oder nicht. Aber beim Fahren kam es mir so vor. Also mit dem Kompressor einiges an Luft in den Reifen gepustet. Den anderen Vorderreifen auch überprüft, aber der war okay. Neue kleine Probefahrt und das schwammige Gefühl war weg. Nun muss es noch etwas kälter und trockener sein, damit ich Mist fahren kann.
Die Pferde genießen die freie Zeit. Wenn das Wetter es zulässt, dürfen die beiden auf die Wiese und das finden sie natürlich klasse. Im Stall haben sie natürlich wie immer ständig Zugang zum Heu. Momentan mische ich das Heu von 2019 mit dem von 2020. Ich denke nicht, das ich Engpässe zu erwarten habe. Björt und Svandis scheinen das Heu von 2019 etwas lieber zu mögen. Ob es daran liegt, dass ich 2020 mit Kunstdünger gedüngt habe, weil das Wetter zum Mistfahren nicht geeignet war?!?
Mit Björt bin ich ab und zu ganz kleine Runden geflitzt. Da es immer nur die kleine Feldwegrunde war, durfte Dexter frei mitlaufen. Das klappt auf der Runde mittlerweile ganz gut. Sogar als wir Spaziergängern mit Hund begegnet sind, ist Dexter fein hinter Björt und mir hergerannt. Hat den anderen Hund nicht mal begrüßt. An der Straße lang, oder auf größeren Runden traue ich dem kleine Hund aber nicht. Das mit dem gut zuhören klappt zu selten. Svandis kleines Reitmädchen war leider im November /Dezember nicht da. Aber ab und zu sind wir spazieren gegangen, oder haben etwas auf der Wiese “gespielt”. Durch das feuchte Wetter und daher das die Pferde auf die Wiese dürfen, sind sie ständig nass und dreckig. Richtig sauber bekomme ich die Fellmonster im Winter sowieso nicht. Aber die Ecoraster im Stallteil sind doch besser als der pure Naturboden. Ganz so dreckig wie die letzten Jahre ist Svandis nicht. Nun braucht der Stall nach über 20 Jahren aber mal ein neues Dach. 🙂 Der Jahreswechsel 2020/2021 war aufgrund des “Lockdowns” sehr ruhig. Meine Mutter und ich waren allein am Südweg. Meine Freundin verbrachte den Jahreswechsel mit ihrer Mutter. Da ich Silvester noch von 8 Uhr bis 12 Uhr arbeiten musste, wollte ich auch nicht nach Göttingen zu meinen Freunden fahren. Außerdem wäre mir das auch zu riskant – obwohl auch die Göttinger sehr zurückgezogen leben. Die Tage vor dem Jahreswechsel waren sehr ruhig. Die Leute der Umgebung haben ihre Böller und Raketenreste wahrscheinlich aufgehoben. Gab ja keinen Nachschub. Silvester haben Mutter und ich ruhig vor dem TV gesessen (SWR “Hannes und der Bürgermeister” – was anderes kam ja nicht) Um Mitternacht einmal kurz mit Cola angestoßen und dann bin ich mit Dexter zu den Pferden. Dieses Jahr war das erste Mal ohne Leine. Er war etwas unsicher, weil doch einige Leute noch reichlich Böller und Raketen hatten, aber er blieb in meiner Nähe. Björt und Svandis standen schon unten im Paddock als wir kamen. Sie freuten sich über den großen Eimer voll mit Möhren. Da interessierten die paar Knaller und bunten Lichter nicht mehr. Heu und Wasser hatten sie um Mitternacht noch genug. Da reichte es, dass ich Neujahr gegen 9 Uhr Nachschub brachte. Am Neujahrnachmittag sind wir eine kleine Runde um die Heuwiese gelaufen und die Pferde durften auch etwas knabbern. Samstag nur die übliche Stallarbeit erledigt, irgendwie war mir nicht so gut. Heute Nachmittag sind Björt, Svandis, Dexter und ich wieder eine Runde spazieren gegangen. Dabei sind wir etwas nass geworden. Aber schön war es trotzdem. Mal abwarten wie es weiter geht.

Dieses Jahr ist einfach nicht optimal für Dexter. Seit etwa eineinhalb Wochen macht mir der kleine Mann etwas Sorgen. Die Pfote ist gut verheilt, er läuft wieder am Pferd mit, er spielt wie verrückt Fußball und liebt es abends mit den “geschenkten” Tennisbällen zu spielen. Aber vor ein paar Tagen hat er beim Bällchenspielen plötzlich aufgejault und wollte dann den Ball nicht mehr ins Maul nehmen. Auch am Folgetag und die nächsten Tage versuchte er zwar mit den Bällchen zu spielen, aber das Maul aufmachen tat ihm weh. Selbst beim Gähnen kam/kommt ab und zu ein leichter Schmerzlaut. Also habe ich bei der Tierärztin einen Termin vereinbart. Heute war es soweit. Um 18 Uhr durften wir in die Praxis kommen. Wegen der Hygiene- und Schutzmaßnahmen bezüglich der Corona-Pandemie durfte ich nicht mit ins Behandlungszimmer. Im Wartebereich wurde mit Abstand besprochen, was Dexter so hat und dann musste er mit Ärztin und Helferin gehen, was ihm nicht so gefallen hat. Natürlich hatte ich darauf hingewiesen, dass ins Maul gucken, genau wie Pfoten verarzten, nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Die Tierärztin meinte hinterher, dass er sich ganz gut benommen hat, aber nicht alles mit sich machen lassen wollte. Im Maulbereich konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Splitter oder Zahnfleischverletzungen gibt es nicht. Die Zähne und das Zahnfleisch sind in Ordnung, Vereiterungen nicht sichtbar. Vermutlich hat er zu viel mit den Tennisbällen gespielt und der Kiefer ist gereizt. Der Hals scheint auch leicht entzündet zu sein, aber richtig untersuchen ging nicht, da das Maul nicht weit genug aufging. Dexter bekam Schmerzmittel und ein Antibiotika. Das ganze nun eine Woche. Dann sollte es deutlich besser sein. Wenn nicht, müssen wir nochmal hin und über weitergehende Untersuchungen nachdenken.
Also, Daumendrücken, dass es wirklich nur gereizt bzw entzündet ist.